EU-Erweiterung und Agrarreform im Blickpunkt der EU-Junglandwirte

Top-Konferenz für Junglandwirte vom 13. bis 16. März 2003 in Eisenstadt

Wien (AIZ) - Die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik
(GAP), die bevorstehenden WTO-Verhandlungen und die Erweiterung der Europäischen Union stehen im Mittelpunkt der viertägigen Tagung der europäischen Junglandwirte diese Woche in Eisenstadt. Rund 200 Jungbauern aus der Europäischen Union und den Mittel- und Osteuropäischen Ländern werden dazu erwartet. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Wir gestalten unsere Zukunft mit!" und wird von der Österreichischen Landjugend gemeinsam mit der Österreichischen Jungbauernschaft und der CEJA (Europäischer Rat der Junglandwirte) organisiert.

Wie der Geschäftsführer der Österreichischen Landjugend, Franz Fensl, am Dienstag bei der Präsentation des Programms erklärte, liege das Hauptziel der Tagung darin, einen Informationsaustausch zwischen österreichischen und europäischen Junglandwirten zu starten. Zudem soll eine gemeinsame Position der europäischen Junglandwirte im Hinblick auf die EU-Erweiterung und GAP-Reform erarbeitet werden. Weiters sollen die Vortragsreihen am Freitag und Samstag Antworten auf die neuen Herausforderungen innerhalb der Landwirtschaft liefern.

Vortragsreigen zu EU-Erweiterung und Agrarreform

Am Freitag, den 14.03.2003, beginnt der Vortragsreigen für die internationalen Teilnehmer mit einem Impulsreferat des Präsidenten des europäischen Junglandwirterates (CEJA), Hans-Benno Wichert. Franz Sinabell, WIFO-Agrarexperte, referiert über Chancen und Risiken der EU-Erweiterung und Agrarreform aus der Sicht Österreichs. Weiters wird Martin Petrick vom Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) zur Finanzierbarkeit der EU-Erweiterung und mittelfristige Marktentwicklung Stellung nehmen und Hans Kletzmayr, bäuerliche Interessenvertretung, spricht über die "Strategischen Fragestellungen der Interessenvertretung zu den künftigen Rahmenbedingungen". Als Gastreferent geht COPA-Präsident Gerd Sonnleitner auf die "notwendigen Umsetzungsschritte der europäischen Interessenvertretung" hinsichtlich EU-Erweiterung und Agrarreform ein.

Junglandwirte erarbeiten Positionspapiere

Für Freitagnachmittag stehen Workshops auf dem Programm, in denen Positionspapiere zur Halbzeitbewertung der Agenda 2000, EU-Erweiterung, Tiergesundheit, Kompensationszahlungen und ein "Sieben-Punkte-Plan für Junglandwirte" erarbeitet werden.

Prominente Referenten auch am Samstag

Am Samstag wird das CEJA-Präsidium die Positionspapiere der Junglandwirte der Öffentlichkeit vorstellen. Zuvor spricht PRÄKO-Vorsitzender Rudolf Schwarzböck über die Agrarreform aus der Sicht der österreichischen Interessenvertretung und Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch stellt das Projekt "Bauernzukunft Österreichs - Forum Land" dem internationalen Publikum vor. EU-Kommissionsbeamter Markus Holzer setzt sich mit der Fragestellung auseinander: "Wie können die Vorstellungen der europäischen Junglandwirte über notwendige, langfristige Rahmenbedingungen im Zuge der GAP umgesetzt werden?"

Der Vortragsbogen wird am Nachmittag mit einer Podiumsdiskussion beendet. Sektionschef Andrä Rupprechter, CEJA-Präsident Hans-Benno Wichert, EU-Abgeordnete Agnes Schierhuber und Laszlo Vajda vom ungarischen Landwirtschaftsministerium stellen sich den Fragen des Publikums.

Fachexkursionen beschließen die Tagung

Die Tagung endet am Sonntag mit einer Besichtigung eines ungarischen Milchviehbetriebes und einer Exkursion zu einem Garten-und Weinbaubetrieb in Österreich. Nähere Informationen unter www.landjugend.at.
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