AK-Präsident Wipplinger drängt Regierung: Verunsicherung bei Altersteilzeit muss ein Ende haben!

Linz (OTS) - "Die Verunsicherung Tausender Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Altersteilzeit sind, muss ein Ende haben", drängt AK-Präsident Hubert Wipplinger. Das Vorhaben der Regierung, das Pensionsantrittsalter überfallsartig anzuheben, ist grundsätzlich abzulehnen. Besonders betroffen sind Beschäftigte mit einem Altersteilzeitvertrag, denn im Regierungsprogramm steht nicht, wie es mit ihnen weitergehen soll.

Die Altersteilzeitverträge wurden von den Beschäftigten unter der Voraussetzung abgeschlossen, dass sie nach Ende der Altersteilzeit mit 61 1/2 beziehungsweise 56 1/2 Jahren in Pension gehen können. Die überwiegende Mehrheit von ihnen hat die sogenannte "Blockzeit-Variante" gewählt, das heißt, sie arbeiten in der ersten Hälfte bei entsprechend verringertem Entgelt voll weiter und verbrauchen in der zweiten Hälfte den erworbenen Zeitausgleich.

Wenn nun die Pensions"reform" mit der stufenweisen Abschaffung der Frühpensionen wegen langer Versicherungsdauer zum Tragen kommt, entsteht für die in Altersteilzeit befindlichen Personen praktisch ein Loch: Sie sind dann zwischen Auslaufen der Altersteilzeit und dem neuen, späteren Pensionsantrittsalter entweder arbeitslos oder müssen sich wieder an ihrem alten Arbeitsplatz einfinden.

Wer arbeitslos ist, hat natürlich ein wesentlich geringeres Einkommen. Und wer auf seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren kann oder neue Arbeit (wer nimmt aber schon einen über 60-Jährigen?) findet, wird es schwer haben, nach mehrjähriger Abwesenheit wieder "voll durchzustarten".

"Die in Altersteilzeit befindlichen Beschäftigten haben ihre Verträge im Vertrauen auf eine bestehende gesetzliche Regelung abgeschlossen", so Präsident Wipplinger. "Es wäre daher nur gerecht, dass sie von der Erhöhung des Pensionsantrittsalters und allfälligen sonstigen Verschlechterungen ausgenommen werden. Auf jeden Fall ist eine rasche Lösung des Problems notwendig, denn es handelt sich immerhin um Zigtausende Österreicherinnen und Österreicher, die nicht wissen, wie sie dran sind!"

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