VIER PFOTEN greifen Hochwasseropfern finanziell unter die Arme

Unterstützung und Förderung agrargerechter Nutztierhaltung

Wien (OTS) - VIER PFOTEN Österreich Geschäftsführer Attila Cerman hat heute drei Schecks in der Höhe von insgesamt 25.000 Euro an Landwirte aus dem Waldviertel übergeben. Franz Zeilinger, Karl Koppensteiner und Josef Bruckner haben das Hochwasser zum Anlass genommen haben, um einen Neuanfang in Sachen "artgemäßer Nutztierhaltung" zu wagen.

"Als wir die Bilder von den überschwemmten Feldern, Äckern und Häusern und das damit verbundene Leid der Menschen und Tiere gesehen haben war uns klar, dass wir als Tierschutzorganisation adäquate Hilfe leisten müssen und möchten. Im Rahmen eines Spendenmailings haben sich die VIER PFOTEN an ihre Unterstützer gewendet. Und die haben nicht gezögert, Geld für die Hochwasserumstiegshilfe im Waldviertel zur Verfügung zu stellen", erläutet Attila Cerman die Entstehungsgeschichte des Projekts.

Kriterien für finanzielle Unterstützung: Tiergerechtheit und Bedarf aufgrund der Hochwasserkatastrophe

Der 7. und der 15. August 2003 werden dem Landwirt Franz Zeilinger sein ganzes Leben in Erinnerung bleiben. Zweimal ist die sonst so beschaulich fließende Lainsitz während dieser Tage über die Ufer getreten und hat das Anwesen der Familie überflutet. Zeilinger, der bereits 1998 das Biobauern-Zertifikat verliehen bekommen hat, nutzt die Fördermittel um seinen Biobetrieb gänzlich in Richtung vorbildliche, tiergerechte Haltung von Rindern umzugestalten. Dafür stellen ihm die VIER PFOTEN 2.000 Euro zur Verfügung.

Karl Koppensteiner aus St. Martin stand das Wasser der Lainsitz buchstäblich bis zum Hals. Es hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen - nicht nur der Stall auch das Wohnhaus standen bis zu 1,5 Meter unter Wasser. Den VIER PFOTEN Hochwasserhilfsscheck in der Höhe von 10.000 Euro wird Koppensteiner unter anderem in den Aus- und Umbau des Auslaufgeheges für Rinder investieren.

Im Fall von Josef Bruckner wurden dessen Felder zweimal komplett vom Kamp unter Wasser gesetzt. Deshalb musste er seine Freilandschweine innerhalb weniger Tage mehrmals umsiedeln. Bruckner ist jetzt damit beschäftigt auch seine Kühe und Rinder artgerecht zu halten. Das bedeutet allerdings, dass er seinen Hof vollständig umbauen muss. 12.000 Euro Spende von den VIER PFOTEN werden einen Teil der anfallenden Kosten abdecken.

Die Umbaupläne, die für das groß angelegte Projekt nötig sind, hat DI Nicholas Fürschuss - von der Universität für Bodenkultur in Wien - im Auftrag der VIER PFOTEN bereits gezeichnet. Die Tierschutzorganisation wird dieses längerfristige Projekt darüber hinaus begleiten, aktiv unterstützen und dokumentieren unter anderem auch durch "Manpower": Drei Mitarbeiter der VIER PFOTEN werden mehrere Tage aktiv bei den Umbauarbeiten Hand anlegen.

VIER PFOTEN: Partner für österreichische Landwirte

Die Stiftung für Tierschutz tritt für einen modernen, kommunikativen und lösungsorientierten Tierschutz ein. "Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung erarbeiten wir konstruktive Lösungsmodelle. Diese vorbildhaften Wegweiser für zukünftige Entwicklungen versuchen wir, auch gemeinsam mit den Bauern und Landwirten, in der Praxis um zusetzten", definiert VIER PFOTEN Nutztierreferent Michael Buchner einen Aspekt seiner Arbeit. Aushängeschilder dieser vielschichtigen Kooperationen in Theorie und Praxis sind die Projekte "Tonis Freilandeier" und das Freilandschweine-Projekt mit über 600 glücklichen Schweinen im Waldviertler Stift Geras.

"Aber abgesehen davon ist es auch weiterhin unsere Aufgabe, Missstände bei der Tierhaltung aufzuzeigen. Wie z.B. beim so genannten Schweinemastskandal. Da haben wir über 15 Monate intensiv recherchiert und konnten umfangreiches, belastendes Material in Sachen Medikamentenhandel an die Staatsanwaltschaft übergeben", so Buchner. Pauschalverurteilungen von Bauern hat die Tierschutzorganisation aber unterlassen. "Mehrere landwirtschaftliche Funktionäre haben dieses Argument ins Treffen geführt, um von den Missständen und Versäumnissen, die die VIER PFOTEN im Rahmen des Schweinemastskandals aufgedeckt haben, abzulenken. Letztlich haben ein EU-Bericht und Interpol-Recherchen unsere Erkenntnisse aber voll und ganz bestätigt" zieht Buchner Bilanz.

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