PRÖLL: KONSEQUENT AN ÖSTERREICHS WASSER-ZUKUNFT ARBEITEN

Neuer "Hydrologischer Atlas" ist wichtige Unterlage für Planung und Projektunterricht

Wien (OTS) Die nachhaltige Wasserbewirtschaftung ist auf präzise und detaillierte Informationen angewiesen. Dies betrifft sowohl die Gewässerreinhaltung wie auch Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser oder die Beurteilung des zur nutzbaren Wasserangebots. Diese Informationen liegen nun für ganz Österreich, sowie auf regionaler wie lokaler Ebene vor. Der "Hydrologische Atlas Österreichs" ist ein Meilenstein für die Planung einer guten Wasser-Zukunft Österreichs. Dies erklärte Lebensminister DI Josef Pröll anläßlich der Präsentation des "Hydrologischen Atlas Österreichs".****

Der Startschuss zu diesem Zukunftsprojekt fällt nicht zufällig ins Internationale Jahr des Wassers. Ziel des Atlasses ist die Unterstützung einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung, eines effektiven Schutzes der Trinkwasservorräte und Impulse für Planungs-und Entscheidungsprozesse, die weit über 2003 hinaus reichen. Letztlich geht es auch um mehr Verständnis, dass eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser einen sorgsamen Umgang und auch weiterhin massive Investitionen in die Reinhaltung, in einen ökologischen Flußbau aber auch in Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung notwendig machen, führte Pröll weiter aus.

Der "Hydrologischer Atlas von Österreich" liegt sowohl in gedruckter Form als auch auf CD vor. Die jetzt vorliegende 1. Lieferung enthält 24 Karten (Basismaßstab 1:1 000 000) und 31 Erläuterungsblätter in deutscher und englischer Sprache. Die digitalisierte GIS-basierte Ausgabe auf CD-ROM enthält Originaldatensätze der Themen für die benutzerspezifische Verwendung inklusive der Möglichkeit eigener Weiterverarbeitung mit lizenzfreier Software. Dabei ist die Überlagerung mehrerer Themen sowie die Verknüpfung von Objekten mit tabellarischer und graphischer Information ebenfalls möglich.

Der Atlas richtet sich an verschiedene Zielgruppen, die an Wasser interessiert sind: Einerseits an Fachspezialisten und Praktiker in den Gemeinden und sonstigen Verwaltungseinheiten, an Planer, Zivilingenieure und Universitäten, die mit den vorliegenden Daten besser Hochwasserschutzmaßnahmen dimensionieren können, bei der Planung auf regionale Niederschläge, Hochwassergefährdungen, verfügbare Wassermengen und –qualitäten und vieles mehr Rücksicht nehmen können. Der Atlas richtet sich andererseits auch an ein breites naturwissenschaftlich interessiertes Publikum, das sich über die Wassersituation in der Heimat, die Wasserreserven in einer Region, die Qualität des Wassers in einem Fluss oder See informieren will.

Letztlich enthält der Atlas in seiner elektronischen Form auch ein Angebot an Schüler und Lehrer, sich intensiv mit dem Thema Wasser auseinander zu setzen. Vom Wasserkreislauf über die Wasserbilanz Österreichs bis zu der Hochwasserkatastrophe 2002 sind viele Themen mit Grafiken und Zahlen erklärt.

JAHR DES WASSERS ZEIGT HOHES INTERESSE AM ZENTRALEN ZUKUNFTSTHEMA

Das heurige Jahr des Wassers macht ein hohes Interesse an dem Zukunftsthema deutlich. Es gibt eine breite Bereitschaft, mit Initiativen zum Thema Wasser mitzumachen. Das Lebensministerium hat eine eigene Homepage zum Jahr des Wassers eingerichtet, auf der über eine Fülle an Initiativen, Projekten und Veranstaltungen informiert wird (www.wasser2003.at). Wichtigster Termin im März ist die offizielle Auftaktveranstaltung zum Jahr des Wassers, das international besetzte Symposium "Aquavisionen", das am 20. und 21. März gemeinsam vom Umweltdachverband und dem Lebensministerium in der Österreichischen Nationalbibliothek veranstaltet wird.

Ebenfalls am 21. März wird der heurige Wasserpreis "Neptun" vergeben. In den Kategorien WasserTECHNIK, WasserSCHUTZ und WasserKREATIV werden die besten Projekte mit Geldpreisen und Anerkennung prämiert. Die Spezialkategorie WasserBILD wird gemeinsam mit den Bundesländern veranstaltet, heuer wird es erstmals auch eine/n Sieger/in mit dem besten Wasserbild österreichweit geben.

Eine wichtige Rolle im Jahr des Wassers spielen die Aktivitäten der Länder und Gemeinden. Daher wird das Lebensministerium in allen Bundesländern Wasser-Zukunftskonferenzen zusätzlich zu den regional geplanten Aktivitäten veranstalten. In den Gemeinden sollen möglichst viele Wasser- oder Quellfeste stattfinden, die die Leistungen der Gemeinden für sauberes Trinkwasser und eine effiziente Abwasserentsorgung verdeutlichen. Das Lebensministerium hat dazu gemeinsam mit dem Gemeindebund in einem Preisausschreiben Ideen für das originellste Wasserfest gesucht. Im Rahmen des Weltwassertages sollen auch diese Preise vergeben werden und weitere Anregungen für die Gemeindefeste liefern.

Bereits jetzt ist allen zu danken, die die Idee des Jahr des Wassers aktiv mittragen. Die wichtigsten Partner des Lebensministeriums sind auf der Homepage verewigt. Der Veranstaltungskalender zeigt bereits jetzt deutlich, dass Wasser alles andere als ein trockenes Thema ist, sondern kulturelle Ereignisse genauso wie Festveranstaltungen das Jahr des Wassers in Österreich mitprägen werden, stellte Pröll abschließend fest.

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