SP-Winterauer: Schluss mit dem Ausverkauf unserer Betriebe!

NR Dietmar Keck: Wir kämpfen um unser Eigentum!=

"Die Abverkaufsorgie der schwarz-blauen Regierung wird auch Oberösterreich ins Herz treffen. Schüssel und Finanzminister Grasser planen die vollständige Privatisierung der voestalpine, VA Tech, Postbus AG sowie Telekom. Der rasche Ausverkauf wird in einem denkbar schlechten börslichen und gesamtwirtschaftlichen Umfeld stattfinden, sodass die Unternehmen aller Voraussicht nach zu Schleuderpreisen verkauft werden", so SP-Landesgeschäftsführer Reinhard Winterauer.
Bedrohlich für die Wirtschaft in Oberösterreich: Im Regierungsprogramm ist nur von einer Möglichkeit die Rede, dass diese Unternehmen künftig mit einem österreichischen Kernaktionär ausgestattet sein werden.
Das bedeutet, dass letztlich österreichische Standorte und Arbeitsplätze gefährdet (siehe am Beispiel "Semperit") sind
nicht
zu vergessen sind dabei die abertausenden Arbeitsplätze in den vielen Zulieferbetrieben.

SP-Landesgeschäftsführer Reinhard Winterauer fordert: Unbedingt Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie in österreichischer Hand!

Mit einer solchen Sperrminorität bleiben Gestaltungsmöglichkeiten bei strategischen Entscheidungen sowie Strukturänderungen im Unternehmen erhalten. Ein Totalverkauf an einen ausländischen Investor bedeutet also eine totale Auslieferung an ausländische Interessen U mit möglichen negativen Konsequenzen.
"Ein stabiler österreichischer Kernaktionär ist der beste Schutz vor ausländischen Übernahmen. Wir werden nicht zulassen, dass die betroffenen Arbeitnehmer schutzlos einem ungewissen Schicksal in Abhängigkeit von ausländischen Konzernen ausgeliefert sind, für die in erster Linie nicht der Mensch, sondern ausschließlich die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht", so SP-Landesgeschäftsführer Reinhard Winterauer. "Der Abwanderung wichtiger Unternehmensteile ins Ausland wäre zudem Tür und Tor geöffnet. Auch so kann man die Qualität und Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich leichtfertig aufs Spiel setzen."

NR Dietmar Keck: "Kampfmaßnahmen, wenn Totalausverkauf nicht gestoppt wird!"

"Es ist dann keine einzige Kampfmaßnahme mehr ausgeschlossen", so NR Dietmar Keck und Betriebsrat in der voestalpine. "Was mir beim Regierungsprogramm noch gefehlt hat, war die Gegenstimme von Landeshauptmann Pühringer, der bekanntlich Schwarz-Blau abgelehnt hat. Jetzt ist er sehr ruhig. Ihm scheint das Schicksal unserer Betriebe offensichtlich nicht sehr zu bewegen."

Das Verschleudern von gut wirtschaftenden österreichischen Unternehmen ist zudem blanker Unsinn.

Beispiel Austria Tabak: Der britische Tabakkonzern Gallaher kaufte vor zwei Jahren die Austria Tabak um 10,6 Milliarden Schilling (770 Millionen Euro). Dank der hohen Gewinne haben sich in spätestens drei Jahre für den Käufer aus England die Investitionen amortisiert ) und er darf sich ins Fäustchen lachen.

Beispiel voestalpine: Der Gesamtwert des Unternehmens liegt bei 340 Millionen Euro. Und obwohl der tatsächliche Aktienkurs von Analysten derzeit als unterbewertet bezeichnet wird, hat das Unternehmen innerhalb der vergangenen fünf Jahre 84 Millionen Euro an Dividenden an die ÖIAG abgeliefert. Also ein gewaltiges Ergebnis, das aus österreichischer Hand gegeben werden soll. Auch wenn ein strategischer Partner für die voestalpine gesucht wird P eine Sperrminorität muss einfach im Lande bleiben.
Als konstruktiven Beitrag fordert die SPÖ die Aufstockung der Mitarbeiterbeteiligung. Bislang halten die Mitarbeiter 5 Prozent der Aktien, mittelfristig sollte eine Aufstockung von 10 Prozent möglich sein.
Man sollte nie vergessen: Von den 22.500 Beschäftigten in der

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001