SCHENNACH: Protest gegen ORF-Vorgangsweise bei "Heimat fremde Heimat" Utl: Sendung muss weiterhin von Angehörigen ethnischer Gruppen gestaltet und moderiert werden

Wien (OTS) "Die Entscheidung der ORF-Geschäftsführung in Sachen Minderheitenredaktion und ‚Heimat fremde Heimat’ ist nicht nachvollziehbar und ein Affront gegenüber allen SendungsgestalterInnen der verschiedenen Ethnien", protestiert der Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach. "Es ist ein Markenzeichen von ‚Heimat fremde Heimat’, dass die Angehörigen ethnischer Gruppen über ethnische Gruppen in Österreich berichten. Wenn dies auch im Akzent bemerkbar ist, so ist dies ein Zeichen der sprachlichen Vielfalt Österreichs und kein Grund, den Minderheitenangehörigen die Moderation zu entziehen", so Schennach. Schließlich sei selbst in der Zeit im Bild die Bundesländer-Herkunft der Moderatoren hörbar.

"Die Minderheitenredaktion des ORF zählt sicherlich zu einer der Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das Format ‚Heimat fremde Heimat’ wurde von den Angehörigen der Ethnien in Österreich positiv aufgenommen, weil es bisher eine Sendung von ihnen für sie selbst war. Der ORF wäre gut beraten, diese Entscheidung zu zurückzunehmen und die Sendung wieder den hervorragenden SendungsmacherInnen zu überantworten", so Mediensprecher Schennach. Immerhin leistet dieses Format einen wesentlichen Beitrag zur Integration, transportiert Nachrichten über das kulturelle, soziale und politische Leben der Ethnien in Österreich und fördert den Mut, zum Akzent in der Sprache zu stehen, weil es die Redakteure vorleben.

"‚Heimat fremde Heimat’ ist ein beliebtes Nischenprodukt, das sich schon in der sprachlichen Präsentation vom Rest des ORF-Programmes unterscheidet und nicht im ORF-Mainstream untergehen darf". Mediensprecher Schennach appelliert daher eindringlich an ORF-Generaldirektorin Dr. Lindner, die beabsichtigten personellen Veränderungen in dieser Hinsicht zu überdenken. "Die Moderatoren Lakis Jordanopulos und Silvana Meixner haben eine hervorragende Arbeit erbracht und sie haben den Angehörigen der Ethnien in Österreich Mut gemacht. Der ORF sollte hier keine Kehrtwendung machen", schließt Mediensprecher Schennach

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