Hoscher: Tourismus verdient eigenes Ministerium

Wien (SK) Als "Schlag ins Gesicht eines der wichtigsten Wirtschaftszweige unseres Landes" bezeichnete SPÖ-Abgeordneter Dietmar Hoscher Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst die Auflösung des Tourismusstaatssekretariates durch die "neue alte" Bundesregierung. Dies sei ein verheerendes Signal für hunderttausende ArbeitnehmerInnen und zehntausende Unternehmen dieser Branche. "Der Tourismus ist einer der wenigen Sektoren unseres Landes, in dem wir über komparative Wettbewerbsvorteile verfügen", betonte der Ökonom und Herausgeber des Buches "Herausforderung Tourismus". Trotz der Erhöhung der Anzahl der Regierungsmitglieder sei dem Tourismus offenbar keine Bedeutung mehr beigemessen worden. "Was kommt als Nächstes? Die Auflösung der Tourismussektion im Wirtschaftsministerium? Die endgültige Weglegung der Österreich Werbung?", so Hoscher. ****

Ohne die hochentwickelten Leistungen der heimischen Tourismuswirtschaft stünde es schlecht um zahlreiche Regionen unseres Landes. Statt dieses große Know-how auf Ebene der Bundesregierung zu würdigen, ergehe sich auch das Regierungsprogramm lediglich in Gemeinplätzen. "Zur Frage der Eigenkapitalausstattung fällt der Regierung nur ein, dass diese 'zu stärken' ist", kritisierte Hoscher. Dagegen würde sich wohl kaum Widerstand regen, aber über das "wie" werde geschwiegen, womit die Ankündigung ein bloßes Lippenbekenntnis bleibe. Dies sei angesichts der Basel II-Erfordernisse besonders tragisch.

"Die zum Teil unhaltbare Situation der Besteuerung in manchen Bereichen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft wird nicht einmal angesprochen", hielt der SPÖ-Abgeordnete fest und forderte in diesem Zusammenhang sofortige entsprechende Diskussionen. Man könne die Tourismuswirtschaft nicht mit anderen Branchen "über einen Kamm scheren". Auch die Lage der Beschäftigten in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft müsse eingehend beleuchtet werden, sie seien letztlich der wesentliche Erfolgsfaktor der Branche. "Genug Aufgaben für ein Staatssekretariat, eigentlich sogar für ein Ministerium", schloss Hoscher. (Schluss) ml/mp

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