Wiener Grüne/Jerusalem: Stadt Wien will nicht in kindersicheren Stadtverkehr investieren!

Wien (Grüne) - "Der Streit um die Finanzierung der Schulwegepläne ist völlig unbegreiflich", meint Susanne Jerusalem, Schulsprecherin der Wiener Grünen. Jerusalem: "Nahezu alle Kinder haben Angst im Straßenverkehr, jedes Jahr passieren Unfälle mit Kindern am Schulweg, die verhindert hätten werden können." Daher bewerten die Grünen es als positiv, dass im Auftrag der MA 46 vom ‚Kuratorium für Verkehrssicherheit' Schulwegepläne für drei Schulstandorte erstellt worden sind. Jerusalem: "Diese enthalten wichtige Hinweise für den richtigen Schulweg. Und für Politik und Behörden stellen diese eine Anleitung zur Beseitigung von Schwachstellen und Gefahrenzonen dar."

"Leider habe die Sache aber einen Haken", so Jerusalem: "Ein Plan kostet pro Schule 3000 €. Insgesamt sind für ganz Wien aber nur 5000 € budgetiert, das ist lächerlich"

Man könne sich daher vorstellen, so ein Vertreter der MA 46, dass die Bezirke sich SponsorInnen für die Verkehrssicherheit der Kinder suchen. "Dann könnte beispielsweise ein Bäcker den Schulwegeplan im Ausmaß von 1000 € sponsern und darauf Werbung für seine Semmeln machen", ist Jerusalem ‚fasziniert' von der Idee.

Die Grüne Landtagsabgeordnete hält von dieser Idee absolut nichts. "Es stellt sich immer öfter die Frage, wofür Steuergelder zur Verfügung gestellt werden und wofür nicht. Offenbar ist es selbstverständlich, in Parkplätze und die Verkehrssicherheit der Autofahrer zu investieren, aber die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr soll von privatem Sponsoring abhängig sein. Jerusalem fordert daher, dass "die Stadt die Schulwegepläne für alle Schulen finanzieren und die Gefahrenzonen raschest beseitigen soll."

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat
Grüner Klub im Rathaus
Tel.: 01/4000-81814
http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002