Baxter: Rohbau für neues Impfstoff-Werk in Krems fertig gestellt

Durch neues Werk große Chancen für die Region - Ab 2005 wird der neuartige, in Österreich entwickelte Impfstoff gegen Influenza zur Verfügung stehen

Wien (OTS) - Heute, Montag, setzte Baxter in Krems/NÖ., nur sieben Monate nach der Grundsteinlegung, mit der Fertigstellung des Rohbaues einen weiteren Meilenstein in der Errichtung einer der modernsten Impfstoff-Produktionsanlagen der Welt. Ab 2005 sollen aus diesem neuen Werk Impfstoffe, darunter ein neuartiger und in Österreich entwickelter Impfstoff gegen Influenza ("echte Grippe", Anm.) zur Verfügung stehen. Die Anlage selbst wird schon im Lauf des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden.

Bei einem Festakt anlässlich der Fertigstellung dieses Rohbaues, bei der u.A. auch Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundesminister Dr. Martin Bartenstein und der amerikanische Botschafter in Österreich, W.L. Lyons Brown, anwesend waren, strich Baxter-Vorstand Gordon Busenbark die Gründe für die Wahl des Standortes Krems in Österreich gegenüber anderen Staaten für die neue Impfstoff-Fabrik heraus: So seien etwa die stabile Wirtschaftslage, die ausgezeichnete Qualität der Mitarbeiter und die professionelle Unterstützung von Betriebsansiedlungen seitens Bund, Land und Gemeinde ausschlaggebende Eckpfeiler für die Entscheidung gewesen. -Österreich ist schon heute der größte Standort des Konzerns außerhalb der USA und beschäftigt an den Standorten Wien, Orth an der Donau und in sechs Plasma-Zentren derzeit rund 3.000 Mitarbeiter, darunter 500 Wissenschafter. Mit dem Bau der neuen Impfstoff-Produktionsstätte erweitert Baxter somit nicht nur seine Aktivitäten in Österreich, sondern baut auch seine Biotech-Kapazitäten und -Kompetenzen weiter aus. Die Investitionssumme für die neue Kremser Anlage beziffert Baxter mit rund 200 Millionen Euro.

Große Chancen für den Arbeitsmarkt - Erste Mitarbeiterin freut sich auf's Übersiedeln

Anlässlich der Fertigstellung des Rohbaues stellte Baxter heute auch die erste Mitarbeiterin vor, die, aus der Region (Lengenfeld) stammend, in Krems Beschäftigung finden wird: die 25jährige Betriebswirtin Mag. Doris Walzer arbeitet derzeit im Baxter-Forschungszentrum Orth an der Donau. Sie wird in Krems das Controlling für die Kremser Anlage übernehmen. Walzer: "Ich freue mich ganz einfach darauf, mit einem qualifizierten und anspruchsvollen Job "im Gepäck" zurück in meine Heimat zu übersiedeln zu können!"

In der neuen Impfstoff-Fabrik werden ab 2005 insgesamt 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Baxter erwartet, dass die Mehrheit der dann dort tätigen Mitarbeiter aus der Region rund um Krems kommen wird. 70 Team-Mitglieder werden allerdings schon heuer in Krems tätig sein.

Ein Werk mit Dimensionen

Die neue Impfstoff-Fabrik wird im Kremser Stadtteil Lerchenfeld, nahe des Kremser Hafens, auf einem Areal von 14.350 m2 errichtet. Der umbaute Raum der Anlage wird 220.000 Kubikmeter betragen. Das Werk selbst ruht aus Gründen der Bodenbeschaffenheit auf 940 Pfählen, die eine Gesamtlänge von 12,7 Kilometern - also ungefähr die Distanz von der Wiener Stadtgrenze bis nach Korneuburg - haben. Zur Bewehrung des Gebäudes wurden 2.600 Tonnen Eisen eingesetzt. Die jährliche Fermentationskapazität beträgt 50 Kubikmeter Zellkultur-Flüssigkeit. Dafür wurden 24 km Prozess-Rohrleitung, die den Zu- und Ableitungen von Fermenter-Flüssigkeit dient, installiert.

Influenza-Impfung: Neues Baxter-Verfahren für mehr Sicherheit

Der neue Impfstoff gegen Influenza, der ab 2004 im Kremser Werk hergestellt werden und ab 2005 verfügbar sein wird, wird nach dem sog. "Vero-Cell-Verfahren", das Baxter in Österreich entwickelt hat, produziert. Er wird in einem Medium hergestellt, das auf den Zusatz von Proteinen bzw. anderen Rohmaterialien menschlichen und tierischen Ursprungs verzichtet. Nach der Endformulierung ist dieser Impfstoff rein und frei von Hühnereiweiß, ohne dass Antibiotika oder Konservierungsstoffe zugesetzt worden wären. Das bedeutet für Menschen, die sich gegen Influenza schützen möchten, mehr Sicherheit und weniger unerwünschte Wirkungen. Auch im Falle einer Pandemie, also einer Epidemie großen Ausmaßes, kann das Vero-Cell-Verfahren mit großen Vorteilen aufwarten: gleich nachdem das Influenza-Virus isoliert, identifiziert und an die Produktionsstätten ausgeliefert wurde, kann die Produktion im großen Maßstab anlaufen. Die erste Charge Impfstoff kann so schon nach nur neun Wochen zur Verfügung stehen. Bislang war nämlich die Zeit für die Produktion des Impfstoffes von der Verfügbarkeit befruchteter Hühnereier, in denen das Virus herangezüchtet werden konnte, abhängig. Mit dem Vero-Cell-Verfahren lassen sich somit auch neue Virusstämme mit pandemischem Potenzial besser bekämpfen als das bislang möglich war.

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