"profil": Grasser: Eigene österreichische Konjunkturpolitik ist unmöglich

Finanzminister spricht geplanter Steuersenkung jeglichen ernsthaften Einfluss auf die österreichische Konjunkturentwicklung ab

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht Finanzminister Karl-Heinz Grasser der Regierungspolitik und auch der geplanten großen Steuerreform jeglichen nennenswerten Einfluss auf die heimische Konjunkturentwicklung ab. Grasser: "Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man in Österreich mit einer Erhöhung der Staatsausgaben oder mit Steuersenkungen die Konjunktur nicht ernsthaft beeinflussen kann."

Konjunkturpolitik funktioniere nach Ansicht des Finanzministers "einzelstaatlich in Wahrheit nicht mehr", in einem so kleinen Land wie Österreich "schon gar nicht". Karl-Heinz Grasser im "profil"-Interview: "Wir sind nicht mehr staatlich autonom in der Finanz- und Wirtschaftspolitik, und die monetären Faktoren werden durch die europäische Geldpolitik bestimmt." Die unter anderem von der SPÖ und Jörg Haider erhobenen Vorwürfe, das Regierungsprogramm würde eher die derzeitige Wirtschaftsflaute verstärken als die Konjunktur ankurbeln, gingen solcherart ins Leere, so der Finanzminister: "Da irrt die SPÖ genauso wie Jörg Haider."

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