Drehabschlussfest für Ernst Hinterbergers ORF-Inspektor Trautmann, zwei neue Filme im Frühjahr und im Herbst zu sehen

Wolfgang Böck zum "Tatort"-Kommissar befördert

Wien (OTS) - Im Wiener Schloss Wilhelminenberg gab es für das ORF-"Trautmann"-Team gestern, am Freitag, dem 7. März 2003, gleich zwei Gründe, um ausführlich zu feiern. Ein großes Drehabschlussfest war angesetzt worden, denn Ende Februar fiel die letzte Filmklappe zu zwei neuen Folgen der erfolgreichen österreichischen Krimireihe von Kultautor Ernst Hinterberger. Zur Freude über das erfolgreiche Finale der Dreharbeiten kam noch eine frohe Botschaft hinzu, die die Herzen des Fimteams rund um Wolfgang Böck alias Inspektor Trautmann noch höher schlagen ließ: Trautmann goes Germany! Das verkündete MR Filmproduzent Kurt Mrkwicka senior, der vom fixen Abschluss zwischen ORF und ARD berichtete, die Austro-Krimis in die "Tatort"-Reihe einzugliedern. Neben bekannten deutschen Kommissaren wie Manfred Krug, Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Ulrike Folkertsch, Klaus J. Behrend und Dominik Raacke werden Wolfgang Böck und sein Team Monica Weinzettl und Simon Schwarz die Riege der "Tatort"-Ermittler bereichern. Gemeinsam mit dem bereits etablierten österreichischen Kollegen Harald Krassnitzer werden Böck und Co. die rot-weiß-rote Fahne in der legendären Krimireihe hochhalten.

Auf den Spuren von Fritz Eckhard?

Dass der "Trautmann" über die Grenzen Österreichs hinauskommen wird, ist ORF-Chefdramaturg Alexander Vedernjak zu verdanken. "Er war einer, der von Anfang an, an dieses 'Produkt' geglaubt hat. Und jetzt ist es ihm auch noch gelungen, den "Trautmann" in die ARD zu bringen. Wenn sie uns dort jetzt auch noch verstehen, wird das der Reihe einen großen Aufwind geben" hofft Produzent Mrkwicka. "Und angeblich ist ja das, was uns mit unseren deutschen Nachbarn verbindet, die Sprache" fügt er augenzwinkernd hinzu. Eine Untertitelung bestimmter Dialoge wird noch diskutiert. Als erster Fall, den die ARD als "Tatort" zeigt, steht erstmals im Sommer 2003 der zweite "Trautmann"-Krimi "Nichts ist so fein gesponnen" auf dem Programm. "Den zweiten Fall hat man bei der ARD anscheinend auf Anhieb verstanden, beim dritten bin ich mir nicht ganz sicher, ob’s was mit dem Wiener Rotwelsch (Anm. das Kauderwelch des Wiener Rotlichtmilieus) anfangen können" meint Hauptdarsteller Wolfgang Böck. Der gebürtige Oberösterreicher, der den Wiener Zungenschlag Marke Hinterberger so perfekt beherrscht wie kaum ein anderer seiner Kollegen zeigt sich diesbezüglich aber hoffnungsvoll und ist vor allem sehr stolz, in Zukunft zu den "Tatort"-Kommissaren dazuzugehören. "Es wäre natürlich schön, im Sinne des Erfolges, den er hatte, auf den Spuren des legendären Fritz Eckhard wandeln zu dürfen" so Böck. Krimikollegin Monica Weinzettl, die im Trautmann die smarte Inspektorin Moni Tränkler gibt, ist vom Erfolg überzeugt und schreckt vor einer möglichen Sprachbarriere nicht zurück: "Das was wir da spielen, ist das Leben und außerdem zeigen wir eine ganz andere Seite von Wien. Ich glaube, dass der "Trautmann’ in Deutschland funktionieren wird, weil es nicht um die Sprache an sich geht, sie ist nur ein Hilfsmittel. Deswegen hoffe ich, dass wir nicht synchronisieren müssen. 1927 haben sich schon die Warner Brothers gehörig geirrt, als sie beim Aufkommen den Tonfilms sagten: "Wer will schon Schauspieler reden hören?’"

ORF zeigt frisch abgedrehte "Trautmann"-Krimis noch heuer

Stellenweise synchronisiert oder nicht - das ARD-Publikum kann sich auf jeden Fall schon bald auf neues österreichische Lokalkollorit in der "Tatort"-Reihe freuen. Das ORF-Publikum hat allerdings mehrere Nasenlängen voraus, wenn es darum geht Inspektor Trautmann ermitteln zu sehen. Die beiden gerade erst abgedrehten Krimifälle "Lebenslänglich" (Trautmann 4) und "Das Spiel ist aus" (Trautmann 5) stehen noch heuer - voraussichtlich im Mai und dann im Herbst - auf dem ORF-Programm. Vorab, am 27. April, um 20.15 Uhr in ORF 2, gibt es ein Wiedersehen mit dem zweiten "Trautmann"-Film "Nichts ist so fein gesponnen". Die beiden neuen Fälle inszenierte in bewährter Manier Krimi- und "Trautmann"-Profi Thomas Roth. Er hat bis auf den Pilotfilm "Wer heikel ist, bleibt übrig" bisher alle "Trautmänner" gedreht.
Neben dem fixen Ermittlerteam Wolfgang Böck (Inspektor Trautmann), Monica Weinzettl (Inspektorin Moni Tränkler), Simon Schwarz (Inspektor "Burschi" Dolezal) und Wolfram Berger (Oberst Brandner) standen für die beiden neuen Austrokrimis u. a. wieder Erwin Steinhauer, Beatrice Frey, Heinz Petters, Ernst Konarek, Johannes Silberschneider, Karl Ferdinand Kratzl, Viktoria Schubert, Margarethe Tiesel, Michael Schottenberg, Franz J. Csencsits und andere vor der Kamera. Erstmals in Gastrollen mit dabei waren namhafte Künstler wie Maria Bill, Erika Deutinger, Hilde Berger, Stefanie Dvorak, Manfred O. Tauchen (Mitglied der ehemaligen Kultformation DÖF), Erich Schleyer, Boris Eder, "Hektiker" Florian Scheuba, "Dolce Vita"-Opa Kurt Sobotka, das Komikerduo Herbert Steinböck und Gerold Rudle, EAV-Sänger Klaus Eberhartinger, ORF-Moderator Volker Piesczek u. v. a.

Ungewohnte Drehbedingungen

Die Dreharbeiten zu den zwei neuen Episoden waren besonders intensiv, hart und lang, schließlich drehte das Team der MR TV-Film mit rund fünfwöchiger Unterbrechung schon seit Anfang November der vergangenen Jahres. Außerdem wurde viel Nachts und auch durcheinander gedreht, oft Szenen aus Fall vier und fünf gleichzeitig an einem Tag. Eine Herausforderung für Wolfgang Böck und seine Kollegen: "Es war nicht ganz einfach, so zu drehen" erzählt Böck. "Man muss verteufelt darauf achten, die Anschlüsse zu schaffen und sich in die jeweiligen Situationen hineinversetzen zu können. Noch dazu hatten wir ein Monat Pause über Weihnachten und Neujahr. Danach wieder richtig rein zu kommen, war schwer". Auch die Feiertage über Weihnachten und Neujahr haben Böck zu schaffen gemacht: "Das gute Essen war gefährlich, die Kamera sieht jedes überflüssige Kilo. Noch dazu hab ich in der Zeit auch noch meinen 50. Geburtstag gefeiert. Ich hab mich ständig auf die Waage gestellt, um mich zu kontrollieren. Letztendlich waren es nur eineinhalb Kilo mehr."

Zum Inhalt der neuen Filme

In "Lebenslänglich", der bisher insgesamt vierten Episode der TV-Reihe, müssen Trautmann und seine Kollegen einen komplizierten Mordfall lösen: Die psychisch labile Hausmeisterin Smeibidlo (Erika Deutinger), die Trautmann aus früheren Zeiten kennt, soll einen bekannten Wiener Urologen erstochen haben. Obwohl ausreichend Beweise und sogar ein Geständnis der Frau vorliegen, zweifelt Inspektor Trautmann an deren Schuld.
In Episode fünf mit dem Titel "Das Spiel ist aus" wird Ernst Hinterbergers Held Augenzeuge eines Banküberfalls, bei dem er selbst als Geisel genommen wird. Die bewaffnete Geiselnahme entwickelt sich zu einem hochdramatischen Psychokrieg, in dem Trautmann und sein Erzfeind, der Drogendealer Brenner (Franz J. Csencsits), einander als erbitterte Gegner gegenüberstehen.

"Trautmann" ist eine Produktion des ORF, hergestellt von MR TV-Film.

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