Fünf Gewerkschaften: FCG fordert alternative Vorgangsweise zum Regierungsprogramm!

Bundesregierung ist aufgefordert, mit ArbeitnehmerInnen in Dialog zu treten Wien (OTS) - Die FCG-Präsidien der Gewerkschaften der Privatangestellten, Metall-Textil, Agrar-Nahrung-Genuss, Chemie und Druck, Journalisten, Papier, stellen übereinstimmend fest, dass bestimmte Maßnahmen des Regierungsprogrammes im Bereich Arbeit, Soziales und Gesundheit, so von den Arbeitnehmern nicht akzeptiert werden können.

Die Funktionärinnen und Funktionäre fordern alternative Ideen und nennen dafür Beispiele:

Zur Sicherung der Pensionen muss die Konjunktur angekurbelt, der Sozialbetrug eingedämmt und die Nettoanpassung der Pensionen genau beachtet, aber nicht die vorzeitige Alterspension abgeschafft werden. Alternativ dazu könnte ein Regelpensionsalter von 62 Jahren angedacht werden.

Wenn eine Durchrechnung der Lebensarbeitszeit für die Pensionsbemessung kommt, müssen die Aufwertungsfaktoren neu gestaltet werden, sonst kommt es zu völlig unakzeptablen Pensionskürzungen.

Die nötige Pensionsreform sollte nicht aufgeschoben, sondern in einem großen Wurf mit den Sozialpartnern angegangen werden. Die so genannte "Hacklerregelung" (40/45 Beitragsjahre) muss wie bisher erhalten bleiben.

Die FCG-FunktionärInnen sprechen sich gegen die Abschaffung und "Filetierung" der AUVA aus, weil das praktisch das Haftungsprivileg der Unternehmer für Arbeitsunfälle aufhebt und wieder zu Zuständen führt, die gefährlich werden für die Absicherung von Unfallopfern.

Die Neuregelung der Altersteilzeit ist unbrauchbar und realitätswidrig. Die Altersteilzeit muss bleiben wie sie ist.

Familienpolitik wird ganz groß geschrieben und wir unterstützen die Ideen des Regierungsprogrammes, wonach viele bestehende Regelungen evaluiert werden sollen. Voraussetzung ist eine gerechte Finanzierung des FLAF, denn ohne Geld ist ein Lastenausgleich nicht möglich.

Arbeitszeitflexibilisierung nur zu Lasten der ArbeitnehmerInnen ist unerträglich und wird abgelehnt.

Gesundheit ist ein hohes Gut, sie wird nicht gefördert, wenn die Selbstverwaltung in den Gebietskrankenkassen abgeschafft wird. Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge zur Reduzierung nicht nötiger Spitalsbetten und zur realistischen Beitragsgestaltung hingegen sind sinnvoll. Wir lehnen pauschalierte Selbstbehalte ab, schlagen aber vor, Selbstbehalte bei Medikation sinnvoll einzusetzen. Die ArbeitnehmerInnen haben ein Recht darauf mitzubestimmen, besonders dort wo sie unmittelbar betroffen sind.

Wir fordern die Bundesregierung auf, mit den ArbeitnehmerInnen in Dialog zu treten und alternative Vorschläge zu prüfen! (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

FCG-GPA, Gabriele Mraszek, 0676/817 111 395

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