Frauentag (2): In Kärnten ist die geschlechterspezifische Trennung des Arbeitsmarktes besonders groß

SPÖ fordert Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz

Klagenfurt (SP-KTN) - Es gibt in Kärnten keine nennenswerten Anzeichen dafür, dass sich die geschlechtstypischen Berufsmuster von selber auflösen werden, obgleich die geschlechterspezifische Trennung des Arbeitsmarktes in Kärnten überdurchschnittlich groß ist. "Wir brauchen Förderungen für höher qualifizierte Arbeitsplätze für Frauen, moderne Organisationsmethoden für nachhaltige Auswirkungen und wir müssen dem Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern im Pensionsalter von bis zu rund 65% entgegenwirken", sagte Schaunig.

Es gäbe zahlreiche erfolgreiche Projekte in anderen Bundesländern, wie etwa die Technik-Ralley des AMS, die nachweislich zu einem höheren Frauenanteil in technischen Zukunftsberufen führen. "Auch die Förderung in der Lehrlingsausbildung ist ein wichtiges Anliegen -hier sollten Betrieben, für jene Mädchen, die in einen männer-dominierten Lehrberuf oder einen IT-Beruf aufgenommen werden, besondere Unterstützungen bekommen. "Zukunftsorientierte technische Berufe bieten Frauen Karrierechancen, erhöhen das Einkommen und damit auch die Selbstständigkeit von Frauen", so Schaunig.

Eine wichtige Maßnahme würde für die Soziallandesrätin auch der Rechtsanspruch für Alleinerzieherinnen auf einen Kinderbetreuungsplatz für ihre Kinder ab dem 1. Geburtstag bilden. In Österreich leben 250.000 Frauen als Alleinerzieherinnen . Akut fehlen 15.000 Kinderbetreuungsplätze für Alleinerzieherinnen in Österreich. "Besondere Defizite liegen in der Betreuung von unter Dreijährigen und Kindern, die älter als 10 Jahre sind, hier hätte Dörfler dringenden Handlungsbedarf", so Schaunig abschließend. (Schluss)

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