Wiener Frauengesundheitsbeauftragte zum Internationalen Frauentag

Viele gesundheitspolitische Anliegen von Frauen sind in Wien bereits verwirklicht

Wien (OTS) - Für die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, Prof. Beate Wimmer-Puchinger, ist der Frauentag am 8. März nicht nur Anlass, auf die Erfolge der Vergangenheit zurück zu blicken: "Das Wiener Frauengesundheitsprogramm hat im heurigen Jahr sowohl neue Aufgaben zu bewältigen als auch bereits Erreichtes abzusichern. Die Integration unserer Arbeit in den Fonds Soziales Wien gibt uns neue Möglichkeiten, bedeutet aber auch neue Verantwortung, die wir gerne wahrnehmen werden. Wir werden unsere wissenschaftliche Arbeit vorantreiben, um mit neuen Angeboten und Lösungen die Ansprüche eines modernen Verständnisses von Frauengesundheit zu erfüllen". In diesem Zusammenhang streicht Wimmer-Puchinger auch die hervorragende Unterstützung und Zusammenarbeit mit den Wiener Stadträtinnen Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker und Mag. Renate Brauner heraus.

Gender mainstreaming als State of the Art der Frauengesundheit

Das Wiener Frauengesundheitsbüro unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger ist um die Gesundheit der Wiener Frauen bemüht. Grundlage der Arbeit ist das Wiener Frauengesundheitsprogramm, das darauf abzielt, dem Genderaspekt -also den besonderen gesundheitlichen Interessen von Frauen in Wien -gerecht zu werden. Dadurch soll Gender mainstreaming als fester Bestandteil aller gesundheitspolitischen Maßnahmen implementiert werden.

Gesundheitsfragen sind auch soziale Fragen

Die Projektziele orientieren sich an den Bedürfnissen aller Frauen, wobei die Anliegen derer, die schwierigen Lebenssituationen und großen Belastungen ausgesetzt sind, besondere Berücksichtigung finden.
So wurde in Wien erstmals das Problem der Essstörungen aufgegriffen. Die neu gegründete Essstörungshotline, Kooperationen mit Schulen und Medienkampagnen bieten sowohl Information als auch konkrete Beratung für die betroffenen Mädchen und deren Angehörige.

Jugendsexualität wird als wichtiges Anliegen erkannt und im Zuge dessen eine Infomesse zum Thema Sexualität veranstaltet, die es den Burschen, Mädchen und ihren Betreuungspersonen wie LehrerInnen und Eltern ermöglicht, sich bezüglich Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft, Krankheitsrisiken und deren Vermeidung über den neuesten Stand zu informieren.

Zusätzlich bringt das Frauenteam um Prof. Beate Wimmer-Puchinger heuer eine Broschüre zum Thema Verhütung heraus. Zunächst in Deutsch und Türkisch bietet die Broschüre einen exakten, wissenschaftlich aufgearbeiteten und klar verständlichen Überblick zur Schwangerschaftsverhütung.

Nicht alle Schwangeren "strahlen vor Glück"

Schwangerschaft und Geburt machen nicht alle Frauen selbstverständlich glücklich. Ein Projekt zur "Nachgeburtlichen Depression" in Kooperation mit GynäkologInnen, Hebammen, SozialarbeiterInnen und TherapeutInnen zielt darauf ab, die näheren Umstände dieser Erkrankung zu erforschen, um die psychosoziale Versorgung von Schwangeren und Wöchnerinnen nachhaltig zu verbessern.

Teilnahme an der Mammographie um 20 Prozent gesteigert

Erstmalig in Österreich wurde ein qualitätsgesichertes Programm zur Brustkrebsfrüherkennung realisiert. Dadurch konnte eine Steigerung der Mammographien bei den Frauen zwischen 50 und 70 um 20 Prozent erreicht werden.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auf sprachliche Barrieren - die für viele Frauen in Wien eine Hürde zur medizinischen Versorgung darstellen - Rücksicht zu nehmen. Deshalb bietet das Wiener Frauengesundheitsbüro Folder und Broschüren in entsprechenden Sprachen an. Einrichtungen für Migrantinnen ermöglichen darüber hinaus einen Zugang zur Gesundheitsversorgung, unter Berücksichtigung kulturspezifischer Bedürfnisse.

Frauengesundheitstage als "Publikumserfolg"

Jedes Jahr bieten die Wiener Frauengesundheitstage, FemVital, allen WienerInnen die Möglichkeit, sich über frauenrelevante Gesundheitsthemen zu informieren. 40.000 BesucherInnen nutzen diese Gelegenheit. Neben Gesundheitscheckpoints präsentieren sich Einrichtungen der Stadt Wien. Ein breites Angebot an Vorträgen und Infoständen bietet den BesucherInnen sowohl Neuigkeiten aus dem Gesundheitsbereich als auch kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie Schönheitschirurgie, Mobbing, Homosexualität sowie sexuelle und körperliche Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Wiener Frauengesundheitsbeauftragte in Aufbruchsstimmung

"Frauen und Männer haben unterschiedliche Krankheiten. Frauen haben daher auch andere Ansprüche an die Gesundheitsversorgung. Frauen verfügen nicht über die selben Möglichkeiten, ihre gesundheitliche Versorgung zu gewährleisten, deshalb ist es so wichtig, dass den speziellen Bedürfnissen der Frauen in Gesundheitsfragen entsprechend Rechnung getragen wird - die Stadt Wien gibt mit dem eigenen Frauengesundheitsprogramm den Weg vor", so Wimmer-Puchinger abschließend. (Schluss) fw

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