AKS-Medienaktion: Zeit, aus der Rolle zu fallen!

Wien (SK) Mit einer Medienaktion startet die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) heute die bundesweite Frauen-Initiative "Zeit, aus der Rolle zu fallen". Der Wiener Heldenplatz wurde heute von AktivistInnen der AKS symbolisch in Heldinnenplatz umbenannt. Die SchülerInnen stellten wichtige weibliche Persönlichkeiten Österreichs dar. "Die Taten und Leistungen von Frauen finden in unserer Gesellschaft kaum Beachtung. Es ist an der Zeit weibliche Errungenschaften sichtbar zu machen", kommentiert Laura Dobusch, Frauenkoordinatorin der AKS, die latente Geschlechterbenachteiligung in unserer Gesellschaft. ****

Ziel der Initiative "Zeit, aus der Rolle zu fallen." ist es, auf die Marginalisierung von Frauen im öffentlichen Leben und in Medien aufmerksam zu machen. "Meist werden Frauen in Zeitungen oder Fernsehen entweder als gefügige Hausfrauen oder willenlose Sexobjekte dargestellt. Männer kommen als seriöse Politiker, Manager oder Abenteurer vor", so Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS. Laut Kowall wird Frauen meist der passive, Männern hingegen der aktive Part zugesprochen. "Das Transportieren derartiger Rollenbilder zementiert die ungerechte Geschlechterordnung", ist Kowall überzeugt.

"Auch unsere Schulbücher sind bei weitem nicht frei von sexistischer Darstellung: 'Hansi klettert auf den Baum und Eva kleidet ihre Puppe neu ein'," zieht Dobusch Parallelen zwischen den Medien und den Schulbüchern. "Im Geschichteunterricht wird die Frauenbewegung meist in 10 Minuten abgehandelt, von historischen weiblichen Persönlichkeiten ist fast nie die Rede. Kriegerische Auseinandersetzungen von Männern mit Männern dominieren den Lehrstoff fast zur Gänze.", weiß Dobusch aus eigener Erfahrung zu berichten. Für Dobusch ist die sogenannte objektive Geschichtsschreibung männlich.

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist laut Kowall noch lange nicht erreicht und die Schule trägt ihren Teil dazu bei. "Die Durchleuchtung aller Unterrichtsmaterialien nach dem Gender Mainstreaming-Prinzip sowie ein Schwerpunkt auf Geschlechtersensibilität bei der LehrerInnenausbildung müssen zur Selbstverständlichkeit werden", so der SchülerInnenvertreter. (Schluss) se/mp

Rückfragehinweis: Niki Kowall (0699) 11 40 81 42, Laura Dobusch (0699) 11 40 82 00

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