Regionalpolitische Strategie für das Waldviertel

Studie zeigt Potenziale auf

St. Pölten (NLK) - Wie kann das Waldviertel auf vorhandenen Stärken aufbauen und Schwächen ausmerzen? Eine neue Studie, die regionalpolitische Strategien aufzeigt und Lösungen anbietet, wurde heute von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, WIFO-Chef Dr. Helmut Krammer und dem Generaldirektor der Raiffeisenholding Niederösterreich-Wien, Mag. Erwin Hameseder in Waidhofen an der Thaya vorgestellt. So empfiehlt die Studie beispielsweise Marktoffensiven in den tschechischen Raum, Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Handel und Tourismus, eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur in den südböhmischen Raum, Verbesserung der Qualifikationen, eine gezielte Standortentwicklung sowie den Ausbau der Datennetze und der Tourismusangebote.

Für Landeshauptmann Pröll hat die maßgeschneiderte Ausbildung oberste Priorität: Im Waldviertel fehlen technische Ausbildungsmöglichkeiten. An Handelsakademien sollen daher technische Lehrgänge angebunden werden. Diese Initiative sei relativ kostengünstig und könnte möglicherweise in zwei Jahren Realität sein. Für Prof. Krammer hat das Waldviertel im Vergleich zu anderen Regionen große Stärken. "Wenn alle Potenziale entsprechend genutzt werden, können die Menschen in der Region gehalten werden", meint Krammer. In Österreich seien zwar die Arbeitskosten teurer, die Arbeitnehmer jedoch qualifizierter und innovativer. Laut Raiffeisenholding-Generaldirektor Hameseder werde Raiffeisen im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, die Wirtschaft im Waldviertel zu beleben. Raiffeisen sehe sich als Partner des Landes und der Bevölkerung.

Die Studie wurde von der Raiffeisenholding Niederösterreich-Wien in Auftrag gegeben und vom Wirtschaftsforschungsinstitut durchgeführt.

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