FP-Warmuth: Faire Arbeitsmarktchancen für Frauen

Anlässlich des Internationalen Frauentages stellt FPÖ-Frauensprecherin Warmuth ein Forderungspaket an Bundesregierung und Sozialpartner

Klagenfurt, 2003-03-07 (fpd) "Ich freue mich, dass im Februar 2003 um 3201 mehr Frauen beschäftigt sind als im Vergleich zum Vorjahr. Nichts desto trotz ist ein Forderungspaket zugunsten der Frauen in der Arbeitswelt an die neue Bundesregierung und die Sozialpartner zu richten", betonte heute die freiheitliche Frauensprecherin LAbg. Wilma Warmuth anlässlich des Internationalen Frauentages.

Dabei wiederholt Warmuth unter anderem ihre Forderung von einem Mindestlohn von 1000 Euro im Monat, für Bereiche, in denen ArbeitnehmerInnen insbesondere im Handel, Tourismus und Dienstleistungsbranchen derzeit negativ betroffen sind. Zudem müsse es auch eine Regelung des vollen Urlaubs- und Weihnachtsanspruches für diese Berufsgruppen geben.

In Hinblick auf die Intensivierung einer familienfreundlichen Arbeitswelt verlangt Warmuth die verstärkte Einführung des vom Bund geförderten Audits "Familie und Beruf", wobei insbesondere ein höheres Anreizsystem für die klein- und mittelständische Wirtschaft geschaffen werden müsste.

Um die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen zu reduzieren, müsse seitens der Politik offensiv darauf eingewirkt werden, dass Frauen verstärkt in männerspezifische Berufe einsteigen. Dahingehend müsse der vom Bund geförderte Aktionsplan 2003 "TEP" intensiviert werden. Neben einem frauenspezifischen Ausbildungskonzept im technischen und IT-Bereich sollten auch in den ländlichen Bezirken Kärntens Stiftungsprojekte gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft errichtet werden. Für den Raum Mittelkärnten fordert FPÖ-Frauensprecherin Wilma Warmuth eine Intensivausbildung für Berufswiedereinsteigerinnen zur Altenfachbetreuerin, die insbesondere Frauen in den "mittleren" Jahren zugute kommen müsse.

Hinsichtlich der von der Bundesregierung diskutierten Erweiterung der Ladenöffnungszeiten von 66 auf 72 Stunden plädiert Warmuth darauf, Rücksicht auf die familiären Betreuungspflichten der weiblichen Handelsangestellten zu nehmen. Zudem dürfe es im Hinblick auf die Beibehaltung des arbeitsfreien Sonntags keinerlei Diskussion geben.

Besorgt zeigt sich die Frauensprecherin auch in Hinblick auf die Arbeitsplatzgesundheit: Das eklatante Ansteigen von Burning-Out-Syndromen, Stress-, und Mobbing-Fällen müsse seitens der Bundesregierung mit verstärkten Gegenmaßnahmen bekämpft werden. Dahingehend fordert Warmuth neben den bestehenden Arbeitsmedizinern ein verstärktes Einbauen von Arbeitspsychologen. Immerhin verbrauchen gemobbte ArbeitnehmerInnen 70 % der Energie für diesen Psychoterror am Arbeitsplatz, was enormen gesundheitlichen Schaden für die Betroffenen und die Volkswirtschaft erzeuge. Warmuth: "Daher fordere ich bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft in Kärnten eine Mobbying-Hotline einzurichten".

Als positiv bezeichnet Warmuth die künftig bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten an die Pension von derzeit 18 auf 24 Monate. Eine sozialrechtliche Absicherung müsse jedoch auch für geringfügig Beschäftigte - hier sind in Kärnten 10.311 Frauen betroffen - seitens der neuen Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und den Sozialversicherungsträgern geschaffen werden, verlangt die FPÖ Frauensprecherin.

Abschließend verweist Warmuth noch auf die Listenerstellung zur aktuellen Gemeinderatswahl. Ihre Aktion "in jeder Gemeinde eine FPÖ-Gemeinderätin", bewirke, dass sich in Kärnten bei der sonntägigen Gemeinderatswahl 9 FPÖ-Spitzenkandidatinnen um das Bürgermeisteramt bewerben und zudem 147 Frauen in den jeweiligen Gemeinden unter den ersten Fünf gereiht sind.

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