Kräuter zu Post AG: Kostenexplosion durch Spartenorganisation um 30 Prozent

Grasser muss Stellungnahme im Rechnungshofausschuss abgeben

Wien (SK) "Die Geschäftszahlen des Jahres 2002 der Österreichischen Post AG weisen einen Gewinneinbruch von über 50 Prozent aus", so SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter, der davon ausgeht, dass ein wesentlicher Grund für dieses Ergebnis in der Aufspaltung der Post in fünf Geschäftssparten liegt: "Angesichts einer Kostenexplosion um 30 Prozent bewahrheiten sich alle Voraussagen der Postgewerkschafter hinsichtlich der Einführung der Spartenorganisation", so Kräuter Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Wenn sich heute Freitag der Aufsichtsrat der ÖIAG mit der Post beschäftige, müsse klar sein, "dass auch nur eine geringfügige Privatisierung in der momentanen Situation wirtschaftlich absolut sinnlos ist", so der Rechnungshofsprecher.

Finanzminister Grasser könne nicht von der Post verlangen, 40 Mio. Euro Betriebsgewinn im Jahr 2003 an die ÖIAG abzuliefern, wenn die eigenen Planungen der Österreichischen Post AG maximal die Hälfte dieses Gewinnes vorsehen. "Finanzminister Grasser muss in der nächsten Rechnungshofausschusssitzung am 20. März 2003 Auskunft darüber geben, welche Pläne er für die österreichische Post vorbereitet, ob diese teilweise privatisiert werden soll, und welche wirtschaftlichen Folgen diese Vorgangsweise nach sich ziehen wird. Keinesfalls wird es seitens der SPÖ geduldet, dass sich Grasser wie so oft in der Vergangenheit durch Staatssekretär Finz vertreten lässt und sich persönlich der Diskussion im Parlament entzieht", so der SPÖ-Rechnungshofsprecher abschließend. (Schluss) cs/mp

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