Grüne NÖ zur heutigen Enquete der Fachstelle für Suchtvorbeugung

Fasan: "Die Fachstelle braucht mehr Geld!"

St.Pölten (OTS) - Anlässlich der heutigen Tagung der Fachstelle für Suchtvorbeugung zum Thema 'Wie wirkt Suchtvorbeugung' im Bildungshaus St.Hippolyt in St.Pölten fordern die Grünen eine bessere finanzielle Ausstattung der Fachstelle durch Landesmittel. Der Grüne LAbg. Martin Fasan: "Die Fachstelle bekommt derzeit von der Sozialabteilung NÖGUS rund 470.000 Euro an finanziellen Zuwendungen. Davon kann man gerade 6 Mitarbeiter bezahlen. Zum Vergleich: Die Fachstelle in Oberösterreich hat 24 Mitarbeiter!"

Generell, so Fasan, sei der Stellenwert der Suchtvorbeugung in Oberösterreich höher als in Niederösterreich: "Dort wird Suchtvorbeugung als Gesundheitsziel des Landes definiert. In Niederösterreich rangiert die Prävention dagegen immer noch unter ferner Liefen."

Dabei leistet auch die NÖ Fachstelle mit ihrem Leiter Prof. Kurt Fellöcker hervorragende Arbeit. Ihr Ziel ist es, die Qualität der Suchtprävention im umfassenden Sinn zu sichern. Sucht wird als 'Erkrankung' und nicht bloß als Willensschwäche gesehen. Dafür muss eine breite Öffentlichkeit sensibilisiert werden. Daher wendet sich die Fachstelle vor allem an Multiplikatoren wie Schulen, Gemeinden, Eltern, Vereine etc.. Die Fachstelle ist also keine Interventionsstelle für akute Krisenfälle, sondern will das Bewusstsein in der Bevölkerung wecken.

Mit den gelungenen Projekten 'Alles im Griff' (eine Wanderausstellung) und 'Check it' in Baden (unter finanzieller Beteiligung der Stadt) hat die Fachstelle Wege aufgezeigt, die für ganz Niederösterreich richtungsweisend sind. Dazu braucht es aber mehr Geld: Denn derzeit wird Suchtberatung flächendeckend nur im Rahmen der psychosozialen Dienste in den Bezirkshauptstädten für 2 Wochenstunden angeboten. Dazu kommt, dass viele Projekte der Fachstelle zu 2/3 vom Auftraggeber bezahlt werden müssen, Schulen und Gemeinden scheuen sich daher oft, die Dienste der Fachstelle in Anspruch zu nehmen.

"Dies gilt etwa auch für das Pädagogische Institut, das die Dienst der Fachstelle in der Lehrerfortbildung eigentlich obligatorisch in Anspruch nehmen sollte. Aber hier müsste der Bund als Geldgeber des PI die entsprechenden Mittel zur Verfügung stellen. Ich werde jedenfalls heute im Rahmen der Podiumsdiskussion mit LHStv. Prokop und LHStv. Onodi die Forderung nach mehr finanziellen Mitteln für die Fachstelle deutlich machen." verspricht Fasan.

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