Eröffnungsfeier der derzeit weltweit größten solarunterstützten Klärschlammtrocknungsanlage auf der Kläranlage Krems a.d. Donau

Energiegewinnung aus Klärschlamm - Sonne schickt keine Rechnung!

Wien (OTS) - Am 28. März 2003 findet die Eröffnungsfeier der derzeit weltweit größten solarunterstützten Klärschlammtrocknungsanlage auf der Kläranlage Krems a.d. Donau statt. Es handelt sich hier bereits um die fünfte realisierte Anlage in Österreich, welche durch die Firma ACAT (Applied Chemicals Anwendungstechnik) in Zusammenarbeit mit dem deutschen Lieferanten Thermo Systems gebaut wurde. Unter Berücksichtigung der weiteren im Bau befindlichen Projekte kann festgehalten werden, dass sich diese ökonomische und ökologische Art der Klärschlammbehandlung in kürzester Zeit am österreichischen Markt durchgesetzt hat.

Das von Wissenschaftlern der Universität Stuttgart-Hohenheim in Deutschland entwickelte solare Klärschlammtrocknungs-System entzieht dem Schlamm mit minimalem Energieaufwand enorme Flüssigkeitsmengen. Das "elektrische Schwein" ist die technische Finesse dieser Anlage zur Klärschlammtrocknung, die effektiv und mit niedrigen Betriebskosten arbeitet. Als Ergebnis bleibt ein durchgetrocknetes, krümeliges Restmaterial, welches aufgrund des hohen Heizwertes als Brennstoff eingesetzt werden kann.

Die österreichischen Kommunen stehen vor einer immer größer werdenden Schlammlawine, wovon jedes Kilo behandelt, gelagert, transportiert und letztendlich entsorgt werden muss. Die daraus resultierenden Umwelt- u. Verkehrsbelastungen und nicht zuletzt die finanziellen Belastungen für die Kläranlagenbetreiber sind erheblich. Das entwickelte Verfahren bietet nun den Kommunen die Chance, aus der Kostenfalle zu entkommen, da die sie von der Sonne die benötigte Trocknungsenergie zum Nulltarif bekommen.

Neben den geringeren Betriebskosten aufgrund der Nutzung kostenloser Solarenergie stellt die Entsorgung des getrockneten Schlammes einen weiteren Vorteil dar: Das trockene Material stinkt nicht mehr und kann recht einfach auf alle zulässigen Verwertungspfade wie Rekultivierung oder Verbrennung gebracht werden. "Entscheidet man sich für das Verbrennen, so können sogar noch etliche Tonnen Kohle ersetzt werden", so Prof. Mühlbauer beim Seminar der Umweltakademie.

Durch die kommende Deponieverordnung ab 2004 und den Vorgaben für die landwirtschaftliche Ausbringung von Klärschlamm, werden Abwasserverbände gezwungen, sich ein Konzept zur weiteren Klärschlammentsorgung zu überlegen.

Eine Trocknung des Klärschlammes bringt den Energiegehalt (Heizwert) in den Bereich der Rohbraunkohle und sichert somit eine selbstgängige Verbrennung ohne Zusatzbrennstoff. Prinzipiell bleiben somit alle Entsorgungswege offen, was dem Betreiber Flexibilität bringt - und letztendlich Kosten spart.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Hr. Ing. Ewald Kern - Leiter der Abteilung
Maschinen- und Anlagentechnik
Applied Chemicals Handels GesmbH,
Wolfgang Pauli G. 3, A - 1140 Wien
Tel: +43 1 979 34 73/32
ewald.kern@acat.com
http://www.acat.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003