Hannes Swoboda: Religion eine neue moralische Autorität

Konfessionen müssen jeder Art des Radikalismus die Legitimation entziehen

Wien (SK) Im Rahmen einer im Europäischen Parlament abgehaltenen Tagung zum Thema "Die Irak-Krise und die Koexistenz der Religionen im Nahen Osten" unterstrich SPÖ-Europaabgeordneter Hannes Swoboda in seiner Rede, dass die Religionen durch ihre Friedensorientierung in der gegenwärtigen Krise eine höhere moralische Autorität und eine stärkere gesellschaftliche Stellung erlangt hätten. Sie müssten diese gestärkte Position nutzen, um generell für Dialog und Toleranz und gegen den religiösen Fundamentalismus zu wirken. ****

Im Gegensatz dazu müsse man all jenen, die Religion und den Namen Gottes für extremistische Ziele, vor allem für Krieg und Terrorismus missbrauchen, vehement entgegentreten. Darüber hinaus gelte es, in einem intensiven Dialog unter- und miteinander die gemeinsamen moralischen Werte zu vertreten. In diesen Dialog seien alle Religionen, auch die muslimische, einzubeziehen. Vor allem müsse jenen religiösen Autoritäten der Rücken gestärkt werden, die Terrorismus - auch aus religiösen Gründen - aufs Schärfste ablehnen.

Weiters betonte Swoboda, dass die moralische Autorität der Religionen umso größer sei, je weniger sie sich in das tägliche politische Geschehen einmischen. Swoboda: "So wie der politische Katholizismus überwunden wurde, so sollte in der muslimischen Welt auch der politische Islam überwunden werden. Und ähnliches gilt auch für Israel." (Schluss) ml/mm

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