LH Haider: Keine längeren Öffnungszeiten auf Kosten von Kultur und Familie

Ausweitung der Ladenöffnungszeiten wäre kontraproduktiv für Familienpolitik Kärntens

Klagenfurt (LPD) - Eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten dürfe in Kärnten nicht auf Kosten des kulturellen Lebens sowie sozialer und familiärer Bindungen geschehen, sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider, in Bezug auf das Programm der neuen Bundesregierung, das den Ländern dahingehende Kompetenzen zusprechen will. Damit könnten die Landeshauptleute sogenannte "Tagesrahmenzeiten" zwischen Montag 05.00 Uhr und Samstag 18.00 Uhr verordnen, welche die "Wochenrahmenzeit" von derzeit 66 auf maximal 72 Stunden erweitern könnten. Haider sprach sich im Sinne einer "familienfreundlichen Politik" besonders gegen eine Ausweitung der Samstagsarbeit aus.

Der Landeshauptmann betonte weiters, dass ihm "lebendiges Kulturleben" wichtiger sei als ein "schrankenloses Öffnen der Geschäfte". So würden viele familiäre und soziale Konflikte entstehen, weil man in der heutigen Arbeitswelt von den Menschen verlange, maximal mobil und ständig verfügbar zu sein, so Haider. Man müsse sich hier die Frage stellen, "ob die Menschen leben sollen, um zu arbeiten, oder arbeiten sollen, um zu leben". Die Kärntner Politik ziele darauf, familienfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen und setze hier mit Unterstützungen wie dem Kindergeld entscheidende Akzente, sagte Haider, für den eine Ausweitung der Öffnungszeiten für all diese Bemühungen kontraproduktiv wäre.

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