ÖAMTC: Spritpreise dürfen wegen Entschwefelung nicht steigen

Österreichs Nettopreise sind im EU-Vergleich noch immer zu hoch

Wien (ÖAMTC-Presse) - "So sehr die gestrige Ankündigung der OMV in der ZiB 2 zu begrüßen ist, schon mit Jahresbeginn 2004 weitestgehend flächendeckend in Österreich schwefelfreien Kraftstoff anzubieten, bleibt ein schaler Beigeschmack. Denn derzeit ist noch nicht klar, ob es trotz einer geringeren Anhebung der Mineralölsteuer auf den umweltschonenden Kraftstoff nicht doch über den Umweg der steuerbereinigten Nettopreise zu einer Spritpreis-Erhöhung kommen wird", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Vergleicht man die heimischen Nettopreise mit den EU-Durchschnitts-Preisen, dann zeigt sich schon seit Jahren, dass die Österreicher rund zwei Cent pro Liter mehr bezahlen als im EU-Mittelwert. Bemerkenswert ist der Vergleich mit Deutschland. Dort sind die Netto-Sprit-Preise ebenfalls um rund zwei Cent pro Liter niedriger als in Österreich und das, obwohl in Deutschland seit Jänner 2003 ausschließlich schwefelfreier Kraftstoff (maximal 10 Milligramm Schwefel pro Kilogramm) angeboten wird. "Es ist unhaltbar, dass die österreichischen Kraftfahrer mehr pro Liter Sprit bezahlen müssen als unsere deutschen Nachbarn für den umweltfreundlicheren Kraftstoff", empört sich Brugger-Brandau.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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