Wege ins Licht - Seminare am Wilhelminenspital

Ein Programm zur Bewältigung der Lebenssituation nach der Diagnose Krebs

Wien (OTS) - Die Diagnose "Krebs" stellt für viele Menschen eine Wende in ihrem bisherigen Leben dar. Neben der optimalen medizinischen Betreuung sind Hoffnung, Vertrauen, Zuversicht und ein neues Umgehen mit sich selbst die wichtigsten Voraussetzungen für jeden Heilungsprozess. Patienten, die an einer schweren Erkrankung wie Krebs leiden, haben daher oft den Wunsch, eine Therapieform zu finden, die auch auf die Seele eingeht. Am Wilhelminenspital der Stadt Wien gibt es ab Mitte März wieder Seminare, die diesem Bedürfnis nachkommen. Veranstalter sind die I. Medizinische Abteilung mit Onkologie des Wilhelminenspitals (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. Heinz Ludwig), das Österreichische Forum gegen Krebs und die Volkshochschule Ottakring, Zweigstelle Hernals. Einen kostenlosen Informationsabend dazu gibt es am Montag, den 10. März um 18 Uhr. Anmeldung im Sekretariat Prof. Ludwig bei Frau Eva Maria Szabo, Telefon: 491 50/2101 DW.****

Der amerikanische Arzt und Psychoonkologe Dr. Carl O. Simonton behandelt seit über dreißig Jahren erfolgreich Menschen mit einer Methode, in der Begriffe wie "Lebenswille" und "Selbstheilungskraft" von entscheidender Bedeutung sind. Nach dieser Methode werden seit über zehn Jahren von dem Arzt Dr. Thomas Schmitt und der klinischen Psychologin Mag. Sabine Standenat Simonton-Seminare unter dem Titel "Wege ins Licht - In den Tagen der Krankheit" an der I. Med. des Wilhelminenspitals durchgeführt.

In den letzten Jahren sind viele neue medizinische Behandlungen in Bezug auf Krebs entwickelt worden, die die Hoffnung auf Heilung vergrößern. Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen auch, dass Gedanken und Gefühle sowie eine gesunde Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf das körpereigene Abwehrsystem ausüben und dadurch den grundsätzlichen Gesundheitszustand beeinflussen. "Gesund-Werden" hängt aber nicht nur von der bestmöglichen medizinischen und psychologischen Betreuung ab, sondern auch davon, ob der Einzelne bereit ist, aktiv an seiner Genesung mitzuarbeiten.

In den Seminaren am Wilhelminenspital wird daher ein speziell für Krebspatienten ausgearbeitetes Trainingsprogramm angeboten, mit dem der/die Betroffene die Selbstheilungskräfte mobilisieren und die medizinische Therapie aktiv unterstützen kann mit dem Ziel der Gesundung oder - wenn dies nicht möglich sein sollte - zum Erreichen einer besseren Lebensqualität. Dies geschieht durch eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der jeder Teilnehmer sich mit seinem speziellen Fall einbringen kann und mit Hilfe von praktischen Übungen, die im Seminar vermittelt werden. Am Seminar kann auch eine Vertrauensperson (Partner/Freund etc.) des Patienten teilnehmen und diesen dadurch zusätzlich unterstützen.
Bei den Seminaren werden nach den Bedürfnissen der Besucher beispielsweise folgende Fragen besprochen: Was sind Selbstheilungskräfte und wie aktiviere ich meine Selbstheilungskräfte? Was soll ich tun und was soll ich besser bleiben lassen? Was kann ich machen, wenn ich keine Hoffnung mehr habe, mein Vertrauen und meine Zuversicht zerstört sind? Es werden auch Themen behandelt, die viele Betroffene brennend interessieren, aber meistens ein Tabu im Rahmen der Behandlung sind: Was geschieht, wenn ich sterbe? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Werden wir wiedergeboren?

Oftmals besteht im Alltag des Patienten kein Raum, um solche Fragen anzusprechen. Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen nimmt aber inneren Druck, bringt Entlastung und Entspannung und lindert das Gefühl von Einsamkeit und Ausgeliefertsein. Gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen und Wegen für die Probleme des Einzelnen zu suchen und Informationen über die vielen verschiedenen Behandlungsmethoden zu geben, ist für die Therapeuten ein Aspekt dieses Weges: Der Arzt und Psychoonkologe Dr. Thomas Schmitt ist seit zehn Jahren Leiter der Simonton-Seminare an der I. Med. des Wilhelminenspitals und u.a. Arzt im Team des Mobilen Hospiz der Caritas Wien (Betreuung und Sterbebegleitung von Krebspatienten zu Hause). Mag. Sabine Standenat, Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin, ist ebenfalls seit zehn Jahren Leiterin der Seminare "Wege ins Licht", arbeitet seit Jahren mit Krebspatienten in Einzelbehandlung, Gruppen und mit Entspannungstraining und ist Psychologin bei der "KNOSPE", einem ganzheitlichen Betreuungsprogramm für Krebspatienten bei Univ. Prof. Prim. Dr. Heinrich Salzer an der Gynäkologie im Wilhelminenspital.

Die neuen Seminare "Wege ins Licht - In den Tagen der Krankheit" starten ab dem 17. März 2003. Ein Seminar besteht aus zehn Terminen zu jeweils zwei Stunden. Es gibt Vormittags- und Abendseminare. Die Kosten: belaufen sich auf 145 Euro.
Am Montag, den 10.3.2003 um 18.00 Uhr gibt es eine kostenlose Vorbesprechung für alle Interessierten, bei der auch die genauen Termine bekannt gegeben werden und die Anmeldung erfolgen kann. Ort: Wilhelminenspital, 16., Montleartstraße 37, Pavillon 23, 2. Stock (Altbau) - Seminarraum der I Medizinischen Abteilung mit Onkologie.

Anmeldung für die Vorbesprechung: Frau Eva Maria Szabo (Sekretariat Prof. Ludwig), Telefon: 491 50/2101 DW.

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