uni venture Fonds investiert in Alumonte

High-tech-Schmiede aus Graz entwickelt revolutionäres Alu-Schmelzverfahren

Wien (OTS) - Das junge Grazer Engineering-Unternehmen Alumonte steckt mitten in der Entwicklung des serienreifen Prototyps einer neuen Aluminium-Schmelzanlage, die gegenüber herkömmlichen Aufschmelzanlagen bis zu 40 Prozent Energie spart, die Umwelt schont und auch für den Einsatz von bisher nicht verwertbarem Recyclingmaterial geeignet ist. Mit diesem revolutionären neuen Verfahren will Alumonte in den nächsten fünf Jahren einen bedeutenden Anteil am Weltmarkt erobern. Die uni venture Beteiligungs AG - ein Tochterunternehmen der BAWAG - ist überzeugt von dieser Innovation und investiert 650.000 Euro in das zukunftsträchtige Start-up-Unternehmen.

Das Zustandekommen der Beteiligung ist vor allem ein Erfolg für die Innovationsagentur, die mit ihrem Seedcapital-Team als Managementgesellschaft des uni venture Fonds fungiert und den Grazern schon im Vorfeld Mezzaninkapital im Rahmen ihres Seedfinancing-Programms zur Verfügung gestellt hat. Sylvia Felzmann, Bereichsleiterin von Seedcapital, freut sich besonders über die seit mehr als zwei Jahren bestehende, erfolgreiche Kooperation mit uni venture: "Uns obliegen Auswahl und Bewertung innovativer Projekte aus dem High-tech-Bereich, die wir hinsichtlich Technologieintensität, Neuheit, Wachstumspotenzial und Risikobereitschaft des Managements prüfen. Unsere langjährige Erfahrung bei der Finanzierung von High-tech-Unternehmen in der Start-up-Phase können wir hier optimal einbringen." uni venture hat bisher 3,9 Mio. Euro in fünf viel versprechende Unternehmen investiert. Alumonte ist die sechste Firma im Portfolio des Fonds.

Spitzentechnologie spart Energie und schont die Umwelt

Ziel der Entwicklungen von Alumonte ist die Aufschmelzung von Sekundär-Aluminium und bisher nicht verwertbarem Recyclingmaterial (z.B. Alu-Folien und -Späne) ohne die Zugabe von Salz mit möglichst geringem Materialverlust durch Oxidation (Abbrand). Bei herkömmlichen Verfahren liegt der Abbrand zwischen 8 und 15 Prozent, der mit erheblichem Energieaufwand wieder aufgeschmolzen und als Abfallprodukt - ebenso wie das in großen Mengen verwendete Salz -entsorgt werden muss.

Durch eine luftdichte Innenatmosphäre des Schmelzofens reduziert Alumonte die Oxidation auf 0,5 bis 1 Prozent und kommt ohne die Zugabe von Salz aus. Das Verfahren ist durch den speziell adaptierten, kippbaren Drehtrommelofen vor allem für Gießereien geeignet. Das Konzept sieht vor, dass auch bereits vorhandene Öfen mit der neuen Technologie nachgerüstet werden können. Für die bisherigen Versuche wurde eine bestehende Anlage mit Zusatzkomponenten ausgestattet, die als Referenzanlage mit allen nötigen Messeinrichtungen zur Verfügung steht. Die Ergebnisse der Probeläufe zeigen eine massive Einsparung an Energie von 30 bis 40 Prozent gegenüber herkömmlichen Verfahren sowie einen sehr geringen Abbrand ohne Zugabe von Salz. Der serienreife Prototyp, der auf Basis dieser Versuchsanlage entsteht, soll bis zum Sommer 2003 fertig gestellt sein.

Alumonte: Große Chancen auf dem Weltmarkt

Obwohl Alumonte seine operative Tätigkeit erst vor einem Jahr aufgenommen hat, wollen sich die innovativen Grazer bereits in den nächsten fünf Jahren einen bedeutenden Anteil am Weltmarkt sichern. Auf Basis der jährlichen Aluminiumproduktion und der dafür notwendigen Schmelzkapazität ergibt sich ein globaler Bedarf von rund 2.000 Aluminium-Schmelzöfen. Dieses Marktpotenzial stellt für Alumonte eine enorme Chance dar, die so rasch wie möglich genutzt werden soll. Der Hauptabnehmer für Aluminium, die Automobil- und Automobilzulieferindustrie, begegnet dem steigenden Kostendruck durch Einsparungen im Materialbereich. Genau an diesem Punkt setzt das neue Energie und Umwelt schonende Verfahren von Alumonte an. Neben den Aluminium-Schmelzöfen und den Nachrüstsätzen für bestehende Anlagen vermarkten die cleveren Grazer auch ihr umfassendes Know-how über die Behandlung von Aluminiumabfällen. Je nach Beschaffenheit der Abfälle können spezielle Abläufe im Schmelzvorgang programmiert werden, um eine optimale Verwertung des Recyclingmaterials zu gewährleisten. Erste markterschließende Kontakte sind bereits mit Brasilien geknüpft, weitere regionale Vertriebsorganisationen sind in Nordamerika und China geplant. In Europa sollen mehrere Teilorganisationen aufgebaut werden.

Die uni venture Beteiligungs AG und das Seedcapital-Team der Innovationsagentur

Die vor zwei Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Innovationsagentur gegründete uni venture Beteiligungs-AG - eine Tochtergesellschaft der BAWAG - ist auf die Beteiligungsfinanzierung von Unternehmensgründungen zur Umsetzung von Spitzentechnologie heimischer Universitäten und außeruniversitärer Forschung spezialisiert. Als Managementgesellschaft des Fonds fungiert das Seedcapital-Team (http://www.seedcapital.at) der Innovationsagentur. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie managt das Seedcapital-Team darüber hinaus das Seedfinancing-Programm der Innovationsagentur, das jungen Unternehmen in der Gründungsphase eine speziell abgestimmte Start-up-Finanzierung bietet sowie entsprechende Beratungs- und Betreuungsleistungen zur Verfügung stellt.

Rückfragen & Kontakt:

The Skills Group - Pro & Co
Gabriele Frisch
Tel.: +43-1-505 26 25-66
Fax: +43-1-505 94 22
gabriele.frisch@skillsproco.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0004