EGovernment - eServices für Bürger und Unternehmer

Experten aus Wirtschaft und Verwaltung informierten am e_day der Wirtschaftskammer Österreich über den aktuellen Stand und zukünftige eGovernment Entwicklungen in Österreich

Wien (PWK 121) - Eines der Schwerpunktthemen am heutigen "e_day"
der Wirtschaftskammer Österreich widmete sich dem Bereich "eGovernment - eServices für Bürger und Unternehmer". Aus diesem Anlass fanden sich am Nachmittag hochrangige Experten aus Wirtschaft und Verwaltung im Haus der Wirtschaft ein, um über aktuelle und zukünftige Anwendungsmöglichleiten im eGovernment- Bereich zu informieren.

Obwohl sich der Begriff eGovernment innerhalb kürzester Zeit für den Bereich der öffentlichen Verwaltung eingebürgert hat, und heute geradezu ein Modebegriff ist, der in keiner Diskussion über die New Economy fehlen darf, so bleibt doch sehr oft unklar, was sich eigentlich wirklich hinter diesem Begriff verbirgt. eGovernment bedeutet:

  • elektronischer Zugriff zu öffentlichen Informationen
  • elektronischer Austausch von Dokumenten und Abwicklung von Behördenverfahren
  • besserer Zugang zur öffentlichen Verwaltung - jederzeit, kostengünstig und vor allem auch außerhalb der Amtsstunden
  • bessere Qualität staatlicher Leistungen - schneller, "one-stop-shop" für alle Verwaltungsebenen, nahtlose Verwaltungsverfahren
  • kürzere Dauer von verwaltungsinternen Abläufen
  • Senkung der Kosten der Leistungserbringung der Verwaltung (z.B. elektronischer Austausch von Daten statt erneuter Eingabe)
  • höhere Transparenz der Leistungen von Staat und Verwaltung

Die Herausforderung für die Verwaltung ist es, den Übergang zu koordinieren und den verschiedenen Stellen eine Möglichkeit zu geben, zusammenzuarbeiten, kompliziertere bzw. mehrere Stellen berührende Verwaltungsabläufe zusammenzufassen und einheitlich anzubieten. Das erfordert eine systematische Ressort-und Verwaltungsebenen übergreifende Vorbereitung und Umgestaltung der dahinter liegenden Verwaltungsabläufe, die auch legistischer Änderungen bedarf.

Dass diese Umgestaltung der Verwaltungsabläufe mittlerweile die Projektphase längst verlassen hat, bewiesen die am heutigen e_day vorgestellten Beispiele aus Wirtschaft und Verwaltung:

Ein sowohl für Bürger und Unternehmer attraktives eGovernment-Beispiel präsentierte Arthur Winter vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) - FINANZ Online - das elektronische Datenübertragungsverfahren der österreichischen Finanzverwaltung. Dieses neue Online-Service des Finanzministerims eröffnet seit kurzem jeder Benutzergruppe die unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten.

Arthur Winter dazu: "Egal ob elektronische Übermittlung von Abgabenerklärungen, Bescheidzustellung, anonyme Steuerberechnung, elektronische Umsatzsteuervoranmeldung oder einfach nur die Übermittlung der Daten für den Jahresausgleich - FINANZ Online bietet jedem Bürger die Möglichkeit, seine Steuerangelegenheiten bequem per Mausklick von zu Hause zu erledigen, und dies kostenlos und rund um die Uhr. Und dass dieses Service von der österreichischen Bevölkerung äußerst positiv angenommen wird, beweisen uns die mittlerweile 66.000 Anmeldungen für FINANZ Online". Nähere Infos:
http://www.bmf.gv.at/egov/fonline

Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche und nützliche eGovernment Anwendung präsentierte Peter Emberger von der Österreichischen Sozialversicherung. "eSV - die elektronische Sozialversicherung" nennt sich die Internetplattform, auf der sich alle Bevölkerungsschichten schnell und unbürokratisch zum Thema Unfall-, Pensions- und Krankenversicherung informieren können. "Besonders hervorzuheben sind aber die speziell angebotenen Serviceangebote wie die Auskunft über den Versicherungsverlauf, Abfrage zum Versicherungsstatus, der Sozialversicherungsnummer und Beitragsvorschreibungen sowie die Möglichkeit die unterschiedlichsten Anträge online einzubringen, so Peter Emberger. Nähere Infos:
http://www.sozialversicherung.at

Dass eGovernment-Anwendungen aber auch die sogenannten "kleinen Dinge" des täglchen Lebens, sowohl für Bürger als auch Behörden, erleichtern können, bewies die Präsentation des Projektes "m-parking" - Parken im 21.Jahrhundert. Gerald Gerstbauer von der Siemens Business Service dazu: "Mit diesem Anwendung machen wir das Handy zum Kurzparkschein und vereinfachen gleichzeitig auch die Parkraumbewirtschaftung. Der große Vorteil besteht darin, dass wir einerseits den Autofahrern ermöglichen mit ihrem Handy, und somit unabhängig von den Öffnungszeiten der Parkschein-Verkaufsstellen, einen Kurzparkschein auszufüllen, andererseits verbessern wir aber auch die Überwachung und Ausstellung der Organstrafverfügung, was eine Kostensenkung für die Behörde bedeutet". Nähere Infos:
http://www.m-parking.at/m-parking

Nähere Infos zum e_day unter http://www.eday.at und http://wko.at ! (NL)

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