Internet soll "eGovernment-Tool" für Bürger und Unternehmer werden

Podiumsdiskussion zum Thema "eAustria in eEurope" beim e_day 2003 der Wirtschaftskammer Österreich

Wien (PWK 120) - Die Initiative "eEurope - Eine Informationsgesellschaft für alle" der Europäischen Kommission ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der europäischen Wirtschaft. Sie soll die breite Nutzung des Internet in Europa beschleunigen. Ziel der Initiative ist es, die Akzeptanz der digitalen Technologien in ganz Europa zu fördern und dafür zu sorgen, dass alle Europäer und Europäerinnen die für die Nutzung dieser Technologien erforderlichen Fähigkeiten erwerben. Anlass der Initiative eEurope war die Erkenntnis, dass die digitalen Technologien zum entscheidenden Faktor für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung geworden sind.

Frans de Bruine, Direktor der GD Informationsgesellschaft der EU-Kommission, unterstrich bei der Podiumsdiskussion im Rahmen des heutigen e_day 2003 die Ziele der Intitative "eEurope": "Europa soll zur wettbewerbsfähigsten, wissensbasierenden Wirtschaft gemacht werden." Weiters hob er die immense Bedeutung des eBusiness für Europa hervor: "eBusiness ist Realität, generiert Wachstum und bringt Wettbewerbsvorteile."

Die Kommission formulierte 3 Hauptziele: 1. Jede/r Bürger/-in, jeder Haushalt und jede Schule, jedes Unternehmen und jede Verwaltung sollen ans Netz geführt werden. 2. Es soll ein digitaltechnisch befähigtes und tatkräftiges Europa geschaffen werden. 3. Es soll eine Informationsgesellschaft ohne soziale Ausgrenzung gewährleistet werden.

Weiterführende Schritte wurden im Aktionsplan "eEurope 2005" festgelegt. "Die Förderung sicherer Dienste, Anwendungen und Inhalte auf der Grundlage einer weithin zugänglichen Breitbandinfrastruktur ist die nächste Herausforderung für Europa", so de Bruine. eEurope 2005 soll zu einem Umfeld führen, das private Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördert, die Produktivität steigert, öffentliche Dienstleistungen und insbesondere den Bildungsbereich modernisiert und nicht zuletzt jedem die Möglichkeit zur Teilnahme an der globalen Informationsgesellschaft gibt. EU-Parlamentarier Paul Rübig unterstrich dabei die Wichtigkeit des Informationsinhalts:
"Gute Kommunikation ist besonders für Unternehmer wichtig, um das eigene Angebot so schnell, effizient und gut wie möglich darstellen zu können."

Alle EU-Mitgliedsstaaten bekannten sich zur Unterstützung der Initiative "eEurope", legten Prioritäten und Ziele fest (zB. Verbilligung des Internet-Zugangs und Rahmenbedingungen für den elektronischen Geschäftsverkehr) und entwickelten parallel zu eEurope sofort nationale Initiativen.

eAustria in eEurope: Der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien ist zurzeit der am schnellsten wachsende Sektor. Die damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten steigen rasant an. Auch für die österreichische Volkswirtschaft ist die Informations-und Telekommunikationswirtschaft heute ein wichtiger Wirtschaftssektor und damit entscheidend für künftige gesellschaftliche Entwicklungen. Das Projekt "eAustria in eEurope" der Österreichischen Bundesregierung stellt die Zielvorgaben des Europäischen Rates, die in Österreich bereits umgesetzten Aktivitäten und die geplanten Vorhaben vor und umfasst die Bereiche eLearning, eGovernment, eBusiness, Tourismus, den ländlichen Raum, Soziales, Justiz, Kunst und Medien, Technologie und Forschung, Finanzen, Landesverteidigung, Innere und Auswärtige Angelegenheiten.

Reinhard Posch, Chief Information Officer für die österreichische Bundesregierung, unterstrich in der Diskussion die Wichtigkeit des eGovernment: "Komfort für die Bürgerinnen und Bürger muss die treibende Kraft bei der Umsetzung von eGovernment werden und bleiben. Es gilt, bei der Erstellung elektronischer Services - im Hinblick auf den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt - zu berücksichtigen, dass die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für übergreifende neue Dienste geschaffen werden und dies in den jeweiligen nationalen eGovernment-Strategien entsprechend berücksichtigt wird."

WKÖ-Generalsekretär Christian Domany hatte das Schlusswort: "Das Internet bleibt ein Thema für die österreichische Wirtschaft und soll ein Tool für alle Unternehmer werden. Aufgabe der Wirtschaftskammer Österreich ist es, Unternehmer auf die Chancen, die sich durch die neuen Kommunikationstechnologien eröffnen, aufmerksam zu machen." Zum Thema "eGovernment" regte Domany an: "Die zukünftige Regierung soll sich intensiv mit dem Thema eGovernment beschäftigen. Für dessen Umsetzung wird ein durchdachter Masterplan benötigt und ich wünsche mir ein eGovernment-Gesetz, das von allen Parteien mitgetragen wird."

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 50105-4462
Fax: (++43-1) 50105-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse
http://www.eday.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001