Broukal: "Mehr als nur schöne Worte für Forschung und Entwicklung"

Wien (SK) "Forschung und Entwicklung haben im Regierungsübereinkommen wenig Bedeutung. Man hat den Eindruck, sie seien dem Zeitdruck der letzten Tage zum Opfer gefallen. Man verspricht mehr Geld für diese Bereiche, sagt aber nicht, wo es herkommen soll. Alles, was man hierfür findet, sind lediglich schöne Worte, anstatt Sicherheit für Unternehmen und Institute zu schaffen - das darf nicht alles gewesen sein", bemerkte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.****

Das Ziel, 2,5 Prozent vom Volkseinkommen für Forschung auszugeben, werde vom Jahr 2003 auf das Jahr 2006 verschoben, so Broukal. "Drei verlorene Jahre für mehr Forschung. Drei Jahre mehr bis Österreich den Anschluss an den Europa-Durchschnitt für Forschung und Entwicklung schafft", beklagte der SPÖ-Wissenschaftssprecher.

Nach wie vor gebe es keine mehrjährigen Budgets für Forschung. Die Beteiligung an internationalen Programmen sei aber nur möglich, wenn Geld über mehrere Jahre fix versprochen werde. "Ein weiteres Handicap für Österreich auf dem Weg zur Europareife in Forschung und Entwicklung", betonte Broukal.

Des weiteren bestehe noch immer die "unsinnige Verpflichtung" höchstqualifizierter ausländischer Forscher, Deutschkurse zu besuchen und Bankgarantien vorzuweisen - für den SPÖ-Politiker eine "internationale Peinlichkeit". Dringend nötige Forschungskooperation würden auf dem Altar der Ausländerfeindlichkeit der FPÖ geopfert.

"Von der geplanten nationalen Forschungsagentur liest man im Koalitionsabkommen nichts mehr. Hier wird es offenbar auch in Zukunft Mehrgleisigkeiten geben, mit dem traurigen Effekt, dass Österreichs Forschung auch in den nächsten Jahren nicht mit einer Zunge spricht", so Broukal abschließend. (Schluss) ns/um

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