Keusch: Jüngste Hochwasser-Studie zeigt Teilversagen der NÖ Raumordnung

Naturnaher Hochwasserschutz mit restriktiver Flächenwidmung

St. Pölten, (SPI) - "Die jüngste Studie der Universität für Bodenkultur zur verheerenden Hochwasserkatastrophe im August 2002 zeigt leider zumindest ein Teil-Versagen der Niederösterreichischen Raumordnungspolitik. Seitens der Raumordnungsabteilung von LR Wolfgang Sobotka ging man in der Vergangenheit offensichtlich zu großzügig im Zuge der Genehmigung von neuen Flächenwidmungen vor, ja sogar über so manche Bauten in dezidiert angeführten Gefahrenzonen wurde hinweggesehen. Der öffentliche und privatwirtschaftliche Schaden in der Höhe von Hunderten Millionen Euro wäre damit weitaus geringer ausgefallen, hätte sich der Raumordnungsreferent schon früher so mancher, seitens der Gemeinden beantragter Flächenwidmungen, Umwidmungen oder Bauvorhaben verschlossen", kommentiert der Amstettner SP-LAbg. Eduard Keusch die Ergebnisse der Studie.****

Um die Problematik des Bauens in hochwassergefährdeten Flächen in den Griff zu bekommen, wäre die Einführung einer besonderen Kennzeichnungspflicht für derartige Liegenschaften sinnvoll. Ebenso ist es notwendig, in bestimmten besonders gefährdeten Regionen rasch über Rückwidmungen nachzudenken.

"Naturnaher Katastrophenschutz muss in Zukunft absoluten Vorrang haben. Es gilt für den Hochwasserschutz wichtige Ufergebiete als Überschwemmungs- und Versickerungsflächen freizuhalten. Natürliche Überschwemmungsgebiete müssen gesichert bzw. zurückgewonnen werden, Bauten in derartigen Gebieten sind nicht mehr zu genehmigen. Hier sind die NÖ Raumordnungsabteilung und der verantwortliche Referent Sobotka aufgerufen, Flächenwidmungen bzw. Bauvorhaben nicht mehr ausschließlich nach lokalen Wünschen, sondern streng nach nachvollziehbaren Kriterien, die vor allem zukünftige Schäden vermeiden helfen, zuzulassen", so Keusch abschließend.
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