"profil": Strutz verweigerte Unterschrift unter Koalitionspakt

Kärntens FP-Chef auf den Spuren Rudolf Nürnbergers - einziger Verhandler, der Regierungspakt nicht absegnete - Kärntner FP wollte Dörfler als Infrastrukturminister

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat sich der FPÖ-Regierungsverhandler und Kärntner FP-Chef Martin Strutz, der bereits im Parteivorstand gegen das mit der ÖVP erzielte Verhandlungsergebnis gestimmt hatte, dann auch geweigert, den Koalitionspakt zu unterzeichnen. Während alle anderen Verhandler ihre Unterschrift unter den Pakt setzten, lehnte Strutz dies als Chef der größten freiheitlichen Landesorgansiation unter Hinweis auf die Inhalte der Regierungsvereinbarung sowie das Personalpaket ab.

Im Jahr 2000 hatte SPÖ-Gewerkschafter Rudolf Nürnberger einen ähnlichen Akt gesetzt, was der damalige ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel als Beweis für die mangelnde Reformbereitschaft der SPÖ gewertet hatte.

Laut "profil" verdichten sich auch die Hinweise, dass die Kärntner FPÖ einen von der Bundespartei unabhängigeren Weg nach dem Modell der bayrischen CSU vorbereitet. Strutz bestreitet das gegenüber "profil". Strutz: "Die Kärntner FPÖ wird die Bundespartei nach Kräften unterstützen."

Ein Grund, warum die Kärntner FPÖ dem Koalitionspakt die Unterstützung versagte, dürfte laut "profil" vorliegenden Informationen gewesen sein, dass sich die Kärntner nicht mit Infrastrukturminister Hubert Gorbach abfinden wollten, aber ihren Kandidaten, den Kärntner Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler, nicht durchbrachten.

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