Lunacek: Entwicklungszusammenarbeit auf EU-Durchschnitt anheben

Angesichts der Dürrekatastrophe in Äthiopien muß Österreich seine Leistungen erhöhen

OTS (Wien) - "Die künftige Bundesregieung - wie auch immer sie zusammengesetzt sein mag - muß die Leistungen für die Entwicklungszusammenarbeit bis 2006 zumindest auf den jetzigen EU-Durchschnitt von 0,33 Prozent des BIP erhöhen und dies auch gesetzlich verankern," fordert die aussenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, anlässlich des Besuches des äthiopischen Handels- und Industrieministers in Wien.

Äthiopien sei eines der Schwerpunktländer der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA), in denen "sehr gute Projekte" stattfinden, betont Lunacek. Sie besuchte das ostafrikanische Land im vergangenen September gemeinsam mit den entwicklungspolitischen SprecherInnen der anderen Parlamentsparteien.

Neben der Erhöhung der Geldmittel müsse es jedoch auch - wie von der OECD schon seit Jahren gefordert - eine bessere Kohärenz der in verschiedensten Ministerien aufgesplitterten EZA-Maßnahmen geben, fordert Lunacek. "Die österreichischen Beiträge zu den multilateralen Finanzorganisationen IWF und Weltbank sollten genauso unter der Ägide des Außenministeriums wirksam sein wie die derzeit im Landwirtschaftsministerium angesiedelte Nahrungsmittelhilfe", erklärt Lunacek. Ebenso müsse die Ausfuhrförderung größerer Transparenz unterliegen und nach ökologischen und menschenrechtlichen Kriterien entschieden werden, so Lunacek abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (++43-1) 40110-6697
http://www.gruene.at
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004