Stellungnahme der Wiener Berufsgruppe der Berufsdetektive zur OTS0230 vom 26.2.2003

Wien (OTS) - Die Wiener Berufsgruppe der Berufsdetektive nimmt zur geplanten Pressekonferenz von Mag. Johann Maier zum Thema "Privatisierung der Sicherheit" Untertext "Sicherheitsgewerbe boomt -Datenschutz existiert bei Detektiven nur auf dem Papier -Zuverlässigkeitsprüfungen gibt es nicht" wie folgt Stellung:

Die Berufsdetektive weisen diese pauschalen Vorwürfe in schärfster Form zurück. Berufsdetektive in Österreich üben ein reglementiertes Gewerbe aus, dessen gesetzliche Zugangsbedingungen zu den strengsten in ganz Europa zählen. Die Standesvertreter sind immer für die Beibehaltung und Durchführung dieser strengen Zugangsbestimmungen eingetreten.

Die Arbeit der Detektive dient vorwiegend der Rechtspflege und ist meistens Basis von zivil- und strafgerichtlichen Verfahren. Durch diesen Umstand ist die angesprochene widerrechtliche Erlangung von Datenmaterial völlig ausgeschlossen.

Die Berufsgruppe beschäftigt sich seit Jahren ausgiebig mit der Problematik des Datenschutzes und der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Diese Beschäftigung erfolgt in Form von Lehrseminaren und ständigen Gedankenaustausch mit führenden Juristen, die in der Legislative aktiv sind.

Die Behauptung "Zuverlässigkeitsüberprüfungen gibt es nicht", ist völlig aus der Luft gegriffen. Die Zuverlässigkeitsprüfungen sind den zuständigen Behörden vorgeschrieben und werden seit 1973 durchgeführt. Es besteht diesbezüglich auch eine Durchführungsverordnung des BMI.

Allerdings besteht dringender Handlungsbedarf in Fällen die jahrelang von der Berufsgruppe den zuständigen Behörden zur Kenntnis gebracht wurden. Dieser Handlungsbedarf bezieht sich auf die leichtfertige Ausstellung von Teilgewerbeberechtigungen oder Gewerbeberechtigungen ohne dass der vorgeschriebene Befähigungsnachweis in vollem Umfange erbracht wird. Außerdem ist auch die Verfolgung von Personen, die im Sicherheitsgewerbe pfuschen, seit Jahren durch die Behörden äußerst mangelhaft. Die betreffenden Fälle wurden alle durch die Berufsgruppe der Berufsdetektive zur Anzeige gebracht.

Die aufgezeigte Problematik wäre durch einen gesetzeskonformen Rechtsvollzug aus der Welt geschaffen. Die Berufsgruppe der Berufsdetektive schützt keinerlei Rechtsbrecher, sondern verfolgt diese auf eigene Kosten.

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