Sozialpolitisches Forum des ÖAAB stellt Erfolgsprojekt Integrationshauptschule vor

98 Prozent Erfolgsquote bei der Berufsvermittlung

Wien 27. Februar 2003 (ÖAAB-PD) "Die Hauptschule oder kooperative Mittelschule muß sich als Wegbereiter zum Berufseinstieg verstehen und diesem Selbstverständnis entsprechend agieren", sagte der Direktor der Hauptschule der Stadt Wien mit vermehrter Gesellschaftsorientierung Brüsslgasse 18, Karlheinz Fiedler, beim sozialpolitischen Forum des ÖAAB am Mittwoch Abend. Bei dem vorgestellten Erfolgsprojekt setzt die Ausbildung der jungen Menschen vor allen auf drei Hauptqualifikationen: Verlässlichkeit, Höflichkeit und Pünktlichkeit. Die praxisorientierte und auf Selbstvertrauen und Selbständigkeit Bedacht nehmende Berufsausbildung findet darüber hinaus in schulexternen Kooperationen statt. Bei der Berufsvermittlung liegt die Erfolgsquote der Absolventen bei 98 Prozent. ****

Mag. Klaus Daubeck, Vizepräsident des österreichischen Gewerbevereins und Landesvorsitzender der Wiener Familienbundes und Initiator der Lehrlingsoffensive "Taten statt Worte", schilderte dabei das notwendige Kooperationsdreieck zwischen Lehrern, Eltern und Schülern. Der familiäre Rückhalt der jungen Menschen, ihre aktive, verantwortungsvolle Grundeinstellung und eine individuelle Förderung der vorhandenen Talente waren die Hauptpunkte im Impulsvortrag von Mag. Klaus Daubeck.

Der Landesobmann des Wiener ÖAAB und Klubobmann der Wiener ÖVP, Dr. Matthias Tschirf, verwies zunächst auf seine persönlichen Erfahrungen als Lehrlingsausbildner im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Tschirf wies auf die besondere Schwäche des Wiener Arbeitsmarktes bei der Lehrlingsbeschäftigung hin. Der Anteil der Lehrverträge am Beschäftigtenstand beträgt in Wien für das Jahr 2001 nur 2,13%, im übrigen Österreich mit insgesamt 107.397 Lehrverträgen mehr als das doppelte mit 4,5%." Die in Kürze erscheinende Lehrlingsstatistik 2002 dürfte bedauerlicherweise einen weiteren an Lehrverträgen aufweisen. Angesichts dieser Situation sind weitere politische Maßnahmen zu setzen, die allerdings von Seiten der Wirtschaft auch aufgegriffen werden müssen.", schloss Tschirf. (Schluss)

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