"Es geht um unsere Existenz"

Aktionstag gegen Ladenöffnungspläne angekündigt

Wien (OTS) - Der Präsident des Wirtschaftsverbandes Wien, GR Fritz Strobl, bezieht sich auf Ankündigungen der sich abzeichnenden ÖVP-FPÖ-Koalition, die die Ladenöffnungszeiten betreffen: "Es scheint sich das Vorhaben der kommenden Regierung nun doch in Richtung von 72-Stunden-Rahmenöffnungszeiten zu bewegen. Vor allem aber soll hier über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werden - das kommt nicht in Frage. Wenn die 72 Stunden als Rahmenöffnungszeit kommen, werden wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem großen Kreis der Handelsbetriebe vor dem Wirtschaftsministerium zeigen, was wir davon halten." Es gehe nicht bloß um sechs Stunden mehr, an denen offen gehalten werden kann. "Die 72 Stunden bedeuten ganz konkret, dass eine weitere Umsatzverteilung von den Kleinen zu den Großen stattfindet. Die Umsätze sind nicht beliebig vermehrbar - was die Handelsketten anstreben, ist, die Klein- und Mittelbetriebe um einen weiteren Teil ihrer Umsätze zu erleichtern. Das bedeutet weniger Nahversorgung, weniger Ausbildungsplätze, weniger Lebensqualität, mehr Arbeitslose und weniger Auswahl für die Konsumenten."

Der Wirtschaftsverband Wien sähe seine Befürchtungen bestätigt:
die Lobby der großen Handelsketten und internationalen Multis setze sich offenbar durch.

Es werde eine heikle Aufgabe der ÖVP und der FPÖ sein, ihren Mitgliedern und Wählern aus dem Kreis der KMU zu erklären, warum sie nun bei den relevanten Punkten umfielen und den Großbetrieben und deren Interessen nachgäben.

Multis und "Große" setzen sich durch - ÖVP und FPÖ fallen um

"Die 72-Stunden-Regelung werden wir bekämpfen. Wir werden auch mit den anderen Fraktionen in der Wirtschaftskammer sprechen. Ein Protest gegen diese Art, über die Betroffenen d'rüberzufahren, wird sich quer durch die politischen Lager ziehen.", so Strobl.
Minister Bartenstein und die Befürworter einer Bevorzugung der großen Handelsketten seien bisher jedes stichhaltige Argument schuldig geblieben, warum tief gehende Einschnitte in das Leben zigtausender UnternehmerInnen und deren Angestellter notwendig seien, wenn diese wie auch die Konsumenten sich nachgewiesener Weise gegen solche Pläne ausgesprochen hätten. "Wir vertreten die Interessen der Klein- und Mittelbetriebe und wir wissen, was diese wünschen. Dass es die Regierung nicht interessiert, was der Motor der Wirtschaft denkt, ist schlimm genug. Wir werden dafür sorgen, dass die KMU eine deutlich vernehmbare Stimme erhalten.", so der Präsident des WVW, der auch Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien ist.

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