ÖGB-NÖ-Staudinger: Kein Sparen auf Kosten der Gesundheit der ArbeitnehmerInnen

Zusammenlegung der AUVA mit Krankenkassen bedeutet Aufweichung des ArbeitnehmerInnenschutzes

Wien (ÖGB-NÖ). Der Vorsitzende des ÖGB-NÖ, Präsident Josef Staudinger, warnt vor den zukünftigen Regierungsvorhaben, die AUVA mit den Gebietskrankenkassen zusammenzulegen und die Unternehmer mit der Einsparung der Unfallversicherungsbeiträge aus ihrer Verantwortung gegenüber der Gesundheit ihrer Mitarbeitern zu entlasten: "Die AUVA ist in den Bereichen des Arbeitnehmerschutzes, der Gesundheits- und Unfallprävention tätig. Durch eine Zusammenlegung und der daraus resultierenden Einsparung der Unfallversicherungsbeiträge würden sich die Arbeitgeber komplett aus ihrer Verantwortung für sichere Arbeitsplätze und -bedingungen entziehen." In Niederösterreich konnte 2001 durch gute Präventionsarbeit gemeinsam mit der AUVA ein deutlicher Rückgang der Arbeitsunfälle um 43% verzeichnet werden. "11.000 Menschen konnten vor Unfällen bewahrt werden. Das sollte Grund genug für eine weitere Verbesserung der Gesundheitsprävention sein, anstatt ihn auf diese Art zu reduzieren", so der Gewerkschafter weiter.++++

"Diese Vorhaben würden eine Aufweichung des Arbeitnehmerschutzes bedeuten und jene Menschen treffen, die ohnehin schon die schwersten Belastungen tragen und mit erhöhtem Unfallrisiko arbeiten, wie zum Beispiel in der Bau-Holz-Branche," kritisiert Staudinger und warnt davor, den alten Belastungskurs weiterzuführen: "Es kann ja nicht sein, dass die Arbeitnehmer auch noch selber dafür zahlen müssen, wenn sie sich durch ihre Arbeit die Gesundheit ruinieren."

ÖGB, 27. Februar 2003
Nr. 106

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