Jörg Ruminak folgt Kurt Bergmann als Leiter von "Licht ins Dunkel"

Wien (OTS) - ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner hat die Leitung von "Licht ins Dunkel" an Jörg Ruminak übergeben. Ruminak wird damit Leiter der Stabsstelle "Humanitarian Broadcasting", in der auch die Koordination anderer großer Hilfsaktionen des ORF, wie etwa die Hochwasserhilfe, ressortiert. Er folgt damit dem Gründer von "Licht ins Dunkel", Kurt Bergmann, für den der Generationswechsel Gelegenheit war, eine Bilanz nicht nur der vergangenen "Licht ins Dunkel"-Saison zu ziehen, sondern auch auf die dreißigjährige Erfolgsstory dieser einzigartigen Hilfsaktion zurückzublicken.

Heute, Donnerstag, den 27. Februar 2003, fand im ORF-Zentrum die traditionelle Auftaktsitzung für "Licht ins Dunkel" statt, in der die Bilanz der vorangegangenen Kampagne gezogen und ein Ausblick auf die Vorhaben der kommenden Aktion gegeben wurde. Generaldirektorin Dr. Monika Lindner konnte neben dem Generalsekretär des Roten Kreuzes, Dr. Wolfgang Kopetzky, dem stellvertretenden Generalsekretär Dr. Werner Kerschbaum, dem Generalsekretär der Caritas, Stefan Wallner, auch die "Licht ins Dunkel"-Referenten aus allen neun Bundesländern sowie Hauptabteilungsleiter und Direktoren des ORF begrüßen.

ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner dankte Kurt Bergmann für seine Verdienste und begrüßte Jörg Ruminak als neuen Leiter der sozialen Aktivitäten des ORF. Lindner: "Ich weiß, dass Kurt Bergmann der Abschied nicht leicht fällt. Um das zu leisten, was er in den vergangenen Jahren mit den humanitären Aktionen des Hauses vollbracht hat, braucht man eine tiefe, innere Überzeugung und viel Leidenschaft. Kurt Bergmann besitzt beides. Ich danke ihm für sein Engagement und das Angebot, für die sozialen Anliegen des ORF bei Bedarf auch in Zukunft mit dem Gewicht seiner Erfahrungen und seiner Persönlichkeit zur Verfügung zu stehen. Bei Jörg Ruminak, den ich als langjährigen ORF-Mitarbeiter mit ausgeprägter TV-Erfahrung sowie einer gleichfalls starken sozialen Ader kenne, weiß ich die humanitären Belange des Hauses in guten Händen. Als Generaldirektorin des ORF bin ich weiterhin persönlicher Garant dafür, dass unser Unternehmen auch in Zukunft seine sozialen Aufgaben ernst nimmt."

Kurt Bergmann, geboren 1935 in Niederösterreich, Bäckersohn, Jesuitenschüler, Journalist, Politiker, ORF-Generalsekretär, Landesintendant von Niederösterreich und der Steiermark, Gründer und Leiter der sozialen Hilfsaktionen des ORF, "Licht ins Dunkel", "Nachbar in Not" und zuletzt der "Hochwasser Soforthilfe", nimmt Abschied. Bergmann: "Ich verdanke der einmaligen Spendenbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher und der sozialen Einstellung des ORF ein erfülltes berufliches Leben. Ich durfte in der letzten Phase meines Lebens alles, was ich im Journalismus, in den Medien, in der Politik, im Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit gelernt habe, dafür einzusetzen, Menschen, denen es gut oder zumindest halbwegs gut geht, Geld abzunehmen, damit es jene bekommen, denen es nicht so gut geht. Ich sage 'Danke' und wünsche meinem Nachfolger viel Erfolg in der Zukunft."

Jörg Ruminak, Jahrgang 1948, arbeitete, bevor er 1979 in den ORF kam, ab 1969 als Redakteur und Ausbildungsleiter beim ÖAMTC und ab 1977 als Leiter Personalausbildung und Produktionsmarketing bei 3M Österreich. Im Rundfunk war er für Ö3 und bei Radio Wien für den Bereich Innenpolitik tätig, dann als Leiter des Wiener Stadtradios und des Familienfunks. 1993 wurde er mit der Leitung der ORF-TV-Hauptabteilung "Kinder, Jugend und Familie" betraut, in deren Ressort die Helpline "147 - Rat auf Draht" betrieben wird, deren Aufbau als nationale Notrufnummer für Kinder und Jugendliche er maßgeblich unterstützte und für die er in Anerkennung seiner Verdienste 2001 mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet wurde.

Jörg Ruminak über seine neue Aufgabe: "Ich empfinde es als Auszeichnung, mit der Leitung dieses wichtigen ORF-Bereichs betraut worden zu sein und damit die Nachfolge von Kurt Bergmann antreten zu dürfen. Die Stabsstelle 'Humanitarian Broadcasting' zeichnet den ORF als öffentlich-rechtliches Rundfunkunternehmen aus. Mit Aktionen wie 'Licht ins Dunkel' initiierte der ORF die heute größte private Hilfsaktion für Not leidende und behinderte Menschen, insbesondere Kinder, in Österreich. Gemeinsam mit den großen, humanitären Aktionen 'Nachbar in Not' und der 'Hochwasser Soforthilfe' wurden hier in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr als 300 Millionen Euro Spendengelder gesammelt, mit denen Tausende Behindertenprojekte unterstützt und Zehntausenden Menschen geholfen werden konnte. Gleichzeitig wurde durch die mediale Präsenz und Öffentlichkeitswirksamkeit der ORF-Aktionen auch viel zu einem Umdenkprozess in Richtung Integration statt Isolation beigetragen. Ich betrachte es als große Herausforderung, die dreißigjährige Tradition des ORF im humanitären Bereich fortzuführen und insbesondere im 'Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen' zu koordinieren und damit auch die bisherigen Serviceleistungen des ORF verstärkt ins Bewusstsein einer breiteren Zielgruppe rücken zu dürfen."

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