Bartenstein: Wirtschaftliche Zusammenarbeit essentiell für weitere Entwicklung Äthiopiens

Treffen mit äthiopischem Handels- und Industrieminister Birru

Wien (BMWA/OTS) - "Gerade vor dem Hintergrund der Gefahr von Naturkatastrophen wie Dürre ist Entwicklungshilfe für Länder wie Äthiopien von großer Bedeutung, weswegen Österreich wie alle Industrieländer hier neue Akzente setzen soll", sagte Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein anlässlich eines Treffens mit dem äthiopischen Handels- und Industrieminister Girma Birru Geda in Wien. "Zumindest ebenso wichtig für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft ist jedoch eine Intensivierung der Handels- und Investitionsbeziehungen, zu der das österreichisch -äthiopische Wirtschaftsseminar gestern und heute, das von sechzig österreichischen Unternehmern besucht wurde, sowie eine für Juni geplante Firmenmission nach Äthiopien entscheidend beitragen", so der Minister weiter. Weiters soll der baldige Abschluss eines bilateralen Investitionsschutzabkommens neue Impulse für Auslandsinvestitionen bringen, die in dieser Region mit gerade einem Prozent der Welt-FDIs derzeit extrem niedrig sind. ****

In diesem Zusammenhang sind vor allem Bestrebungen auf multilateraler Ebene bedeutsam. Dazu gehört eine regionale Integration im Afrikanischen Raum, in der Äthiopien als Sitz der Afrikanischen Union eine Schlüsselrolle spielt, ebenso wie die soeben beantragte WTO-Mitgliedschaft Äthiopiens. "Österreich unterstützt das Bestreben Äthiopiens, bereits im kommenden Jahr Beitrittsverhandlungen zur WTO aufzunehmen und diese zügig abzuschließen, vollinhaltlich", betonte Bartenstein. Aber auch die von Österreich stark betriebene "Everything But Arms" - Initiative der Europäischen Union, die den ärmsten Ländern privilegierten Marktzugang in Europa ermöglicht, wurde von Minister Birru ausdrücklich als "sehr hilfreich" gewürdigt. Eine weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen mit der EU ist durch den Abschluss von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen in den nächsten Jahren geplant.

Schließlich hob Minister Birru die "Menschen für Menschen" -Initiative von Karlheinz Böhm hervor, die seit mehr als zwanzig Jahren Projekte verwirklicht, die das unmittelbare Lebensumfeld der Menschen verbessern.

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