ÖAAB-TSCHIRF: DUALES AUSBILDUNGSSYSTEM HAT SICH BEWÄHRT

(Wien, 27.2.2003) Der Landesobmann des Wiener ÖAAB Matthias TSCHIRF sprach sich gestern im Zuge einer Veranstaltung des "Sozialpolitischen Forums des ÖAAB" für die Beibehaltung und den Ausbau des dualen Ausbildungssystems in Österreich aus. "Die Lehrlingsausbildung in unserem Land ist besonders praxisorientiert und daher auch sehr anerkannt. Es wäre wirklich kontraproduktiv von diesem erfolgreichen System abzugehen. Für Experimente, wie sie von anderer Seite immer wieder gefordert werden, ist da wirklich kein Platz," so TSCHIRF dazu.

Tourismus positives Beispiel

Als positives Beispiel für die Entwicklung führte Matthias Tschirf, der auch Klubobmann der Wiener ÖVP ist, die Entwicklung in der Tourismussparte an. "Im letzten Jahr haben sich um 9,6 Prozent mehr junge Menschen für eine Lehrlingsausbildung im Fremdenverkehr entschieden. Da zeigt sich, wie attraktiv das duale Ausbildungssystem ist, wenn Rahmenbedingungen, dazu gehört auch die Abfertigung Neu, geschaffen werden.

Der von Sozialdemokraten und sozialistischen Gewerkschaftern geforderten Schaffung von Berufsfachschulen erteilte der Wiener ÖAAB Landesobmann eine klare Absage. "Das bringt nichts und ist der falsche Weg. Die Verschulung der Lehre wird selbst von Lehrlingen abgelehnt," so TSCHIRF dazu.

Gemeinsame Bemühungen für mehr Jugendbeschäftigung

Der Wiener ÖAAB-Landesobmann forderte weiters konsequente Anstrengungen aller Verantwortlichen. "Einerseits müssen die Lehrinhalte und Lehrmethoden einer ständigen Prüfung und Analyse unterzogen werden. Auf der anderen Seite sollte auch die Politik regelmäßig Rahmenbedingungen für die Lehrlingsbeschäftigung verbessern. Wenn dieser gemeinsame Weg konsequent von allen Verantwortlichen beschritten wird, dann werden wir auch Erfolg haben," stellte er dazu fest.

In diesem Zusammenhang erinnerte er auch nochmals an das im letzten Jahr beschlossene Konjunkturpaket. "Eine Lehrlingsausbildungsprämie von 1.000 Euro wurde eingeführt. Bei gleichzeitiger Beibehaltung der Vollversicherung wurde die Beitragspflicht für die Kranken-, Arbeitslosen und Unfallversicherung gestrichen.

Letztendlich sind für den Wiener ÖAAB Obmann die konkreten Taten wichtig. "Von rhetorischer Kraftmeierei und dubiosen Theorien hat niemand etwas. Kümmern wir uns lieber um die beruflichen Perspektiven unserer Jugend," so TSCHIRF. (SCHLUSS)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB-Landesgruppe Wien
Tel.: (01) 40143/230
www.oeaab.at/wien

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAW0002