SPÖ-Reiter ad VP-Gerstl: Errichtung eines Verkehrsknotenpunktes Auhof nicht sinnvoll

Parallel zur Wiener Westeinfahrt bereits leistungsfähiges öffentliches Massenverkehrsmittel vorhanden - Ausbau des S-Bahnverkehrs auf der Stammstrecke der Westbahn auf 10-Minuten-Zugfolgen leicht möglich - Park-&-Ride direkt bei Bahnhöfen besserer Weg

Wien (SPW-K) - "Selbstverständlich weiß auch der Verkehrssprecher der Wiener ÖVP, Gemeinderat Gerstl, über den gravierenden verkehrstechnischen Unterschied zwischen der Wiener Westeinfahrt und der Nordeinfahrt via Brünner Straße bestens Bescheid, auch wenn er vorgibt diesen nicht zu kennen", erklärte Donnerstag SPÖ-Gemeinderat Günther Reiter in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zur Kritik des ÖVP-Mandatars an der Verkehrspolitik der Wiener Stadtregierung. Im Bereich des laufend dichter besiedelten Gebietes im Norden von Wien gibt es mit Ausnahme der Straßenbahnlinie 31 zwischen der weiter westlich verkehrenden Nordwestbahn und dem Mistelbacher-Ast der Nordbahn kein weiteres leistungsfähigeres öffentliches Schienenverkehrsmittel, im Westen Wiens existiert hingegen parallel zur Stadteinfahrt bereits ein solches, nämlich die Stammstrecke der Westbahn, betonte Reiter. ****

Die Verlängerung der U-Bahnlinie U 6 ist vor allem vor dem Hintergrund des Beitritts u.a. der Tschechischen Republik zur EU, der Errichtung der Nordautobahn und des Baus von weiteren Wohnungen im Einzugsbereich der Brünner Straße und des damit verbundenen höheren Verkehrsaufkommens durchaus sinnvoll, setzte Reiter seine Argumentation fort. Es bestünde also eine völlige andere Situation als bei der Westeinfahrt, wo nach Betriebsaufnahme der Eisenbahn-Schnellfahrstrecke zwischen Wien und St. Pölten im Jahr 2011 die Stammstrecke der Westbahn mit ihren zahlreichen Stationen im dichtbesiedelten Gebiet zwischen Wien und der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten sich für einen besonders dichten S-Bahn-Taktverkehr geradezu anbiete. "Zwischen St. Pölten und Wien wäre eine Zehn-Minuten-Zugfolge leicht möglich, der Umstieg vom Auto auf die Bahn also attraktiv", meinte der Gemeinderat. Auch durch die deutlichen Fahrzeitverkürzungen auf der Neuen Westbahn zwischen Wien und St. Pölten sowie den weiter westlich gelegenen Gemeinden und Städten bestünde eine gute Möglichkeit, den Kfz-Pendelverkehr nach Wien spürbar zu reduzieren. In Wien bestehe im Bahnhof Hütteldorf eine direkte Umsteigemöglichkeit in die U 4 und S 45, im Bereich des Westbahnhofes eine solche in die U 3 und U 6. Voraussetzung für die optimale Ausnützung der Westbahn als besonders leistungsfähiger Schienenverkehrsweg müsse aber der Einsatz von modernen S-Bahn-Zügen und der weitere Ausbau von Park-&-Ride-Anlagen direkt bei den S-Bahn-Stationen in Niederösterreich sein, so Reiter.

Die kostenintensive Verlängerung der U 4, bzw. die Einrichtung eines Cable-Liners zu einer riesigen Park-&-Ride-Anlage im Bereich des Auhofes mache angesichts der verblüffend einfachen, auch mit weitaus geringerem Kostenaufwand zu bewältigenden Alternative keinen Sinn. Da der auf einem ÖVP-Ticket fahrende Finanzminister Grasser vorhabe, nach der neuerlichen Bildung einer ÖVP-FPÖ-Koalition die Kommunen einmal mehr zur Kasse zu bitten, auch und vor allem Wien mit weniger Mitteln seitens des Bundes rechnen müsse, seien ihm, Reiter, die Lizitationen Gerstls an die Adresse der Stadt völlig unverständlich. "Wien soll nach den Vorstellungen der ÖVP in Zukunft auf der einen Seite weniger Geld erhalten und sparen, auf der anderen Seite aber hohe Beträge für unnötige Projekte geradezu beim Fenster hinauswerfen. Das ist eine Gleichung, die sich ganz einfach nicht ausgehen kann, auch nicht für Kollegen Gerstl", schloss Reiter. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923
Fax: (01) 4000-99-81923
franz.schaefer@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10002