"Konsument"-Test: Geschirrspül-Tabs

Herkömmliche Tabs sind billiger und umweltfreundlicher als die neuen "3 in 1"-Tabletten. Probleme mit Kalkrändern.

Wien (OTS) - Sieben Maschinengeschirrspülmittel in Tablettenform, darunter fünf "3 in 1"-Produkte, die Klarspüler enthalten und das Regeneriersalz ersparen sollen, treten bei "Konsument" zum Vergleichskampf an. Die Kategorien, in denen sich die Testkandidaten qualifizieren müssen, sind: Reinigungs- und Klarspülwirkung, Verhinderung von Kalkbelägen, Materialschonung, Umwelteigenschaften sowie Verpackung. Fazit: Die neue Generation der "3 in 1"-Tabs kann es mit herkömmlichen Tabs nicht aufnehmen. Denn die separate Verwendung von Klarspüler und Salz für den Enthärter im Spülgerät ist vorteilhafter. Trotz glänzender Werbeversprechen liefern im "Konsument"-Test die "3 in 1"-Tabs nur matte Ergebnisse. Neben kläglichen Noten bei den Umwelteigenschaften sind sie auch noch viel teurer als die Altbewährten. So bewegen sich bei den normalen Tabs die Kosten pro Spülgang zwischen 6 und 15 Cent, bei den neuen Kombi-Tabs hingegen zwischen 10 und 23 Cent.

Das Werbeversprechen mit nur einer Tablette Klarspüler und Regeneriersalz zu sparen, hält also nicht. Die "3 in 1"-Tabs können zwar - ebenso wie die herkömmlichen Pulver und Tabletten -hartnäckigen Speiseresten erfolgreich zu Leibe rücken, haben aber Probleme beim Klarspülen. Sie werden mit dem Kalk einfach nicht fertig! Am auffälligsten ist dieser Nachteil bei Gläsern: Diese waren mit Schlieren oder Flecken eingetrockneter Wassertropfen geziert. Neben Kalkbelägen auf Gläsern kommt es bei den Neuen auch zu einer erhöhten Umweltbelastung. Sie enthalten mehr Phosphate und Tenside und belasten dadurch stärker das Abwasser.

Für glänzend sauberes Geschirr empfiehlt "Konsument" deshalb einfache Tabs mit separater Verwendung von Klarspüler und Regeneriersalz. Für den alt bewährten Weg spricht: Während die Enthärtungsanlage des Spülgerätes ihren Verbrauch genau der Wasserhärte anpasst, gelangen bei einer "3 in 1"-Tablette stets die gleichen Mengen an Chemikalien ins Abwasser. Der Test zeigt: Je härter das Wasser, desto weniger konnten die neuen Tabs mit dem Kalk fertig werden. In Gegenden mit sehr weichem Wasser könnte man auch ohne Enthärtung auskommen, denn nur 20 Prozent der österreichischen Haushalte haben hartes Wasser.

Auch gegenüber Pulvern haben die einfachen Tabs den Vorteil, dass sie besser reinigen, weil in ihnen mehrere Schichten bzw. Phasen stecken. Eine setzt am Beginn des Waschganges Enzyme frei, das sind kompliziert aufgebaute Stärke- und Eiweißkiller, wie sie auch in Waschmitteln verwendet werden. Enzyme spalten große wasserunlösliche Teilchen beim Waschen in kleinere, wasserlösliche, die die Geschirrspülmaschine wegspülen kann. Die nächste Phase nimmt sich bleichbarer Verschmutzung (z.B.: Kaffee, Tee) an. Pulver wiederum haben den Vorzug, dass sie sich feiner dosieren lassen. "Konsument" rät: Tabs - egal welche - nicht auf Vorrat kaufen, sie können rasch an Wirkung verlieren.

Weitere Tipps zum Thema Geschirrspülen und Details zum Geschirrspül-Tabs-Test sind in der März-Ausgabe des Magazins "Konsument" nachzulesen.

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