VP-Gerstbach/VP-Gerstl: Verkehrskonzept "Wienerwald West" ohne Weitsicht

Wien (ÖVP-Klub): "Der Verzicht auf die Planung von Park&Ride-Anlagen im Auhof und in Hütteldorf, verbunden mit dem frommen Wunsch, die Autofahrer sollen zu den Bahnhöfen in Niederösterreich fahren, empfinde ich als Schildbürgerstreich!", kritisierte heute der Hietzinger Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach das Zwischenergebnis der Arbeitsgruppe "Regionales Verkehrskonzept - Wienerwald West". Unterstützt wird Gerstbach vom Verkehrssprecher der Wiener ÖVP und Bezirksparteiobmann von Penzing, Mag. Wolfgang Gerstl, der die verkehrsplanerische Kurzsicht der Wiener SPÖ bemängelt.****

Auch sonst werde das Zwischenergebnis der Arbeitsgruppe "Regionales Verkehrskonzept - Wienerwald West" in Hietzing mit großem Unbehagen aufgenommen. Wer eine wirksame Verbesserung der Verkehrssituation im Westen Wiens wirklich erreichen möchte, muss auch Investitionen in die Infrastruktur tätigen. Wenn Verkehrsplaner DI Snizek, der dieses Verkehrskonzept mitplant, und die Stadt Wien glauben, ohne Geld auskommen zu können, so irren beide. "Ein entlastendes Verkehrskonzept bedarf mehr als nur kosmetischer Korrekturen, wie sie derzeit geplant sind", erklärte Gerstbach weiter.

Ungereimtheiten bei der Stadtplanung der SP-Alleinregierung

"Im Auhof im Autobahndreieck wurden bereits Bäume gerodet, aber nicht für eine Park&Ride-Anlage, sondern für einen Ablagerungsplatz des Wiener Straßenerhalters MA 28", kritisierte Gerstl die stadtplanerische Vorgehensweise der Wiener SP-Alleinregierung. Wenn die SPÖ-dominierte Stadt Wien keinen Sinn in einer Park&Ride-Anlage mit U-Bahnanschluss im Westen Wiens sieht, so dürfte auch nicht die U6 nach Stammersdorf mit einer P&R-Anlage und die U1 nach Rothneusiedl ebenfalls mit einer P&R-Anlage erweitert werden. "Diesen Widerspruch muss Schicker erst erklären", so Gerstl.

Ablagerungsplatz statt Park&Ride-Anlage?

Nicht nur, dass die Stadt Wien im Auhof einen Ablagerungsplatz ("ein neues Wahrzeichen für Wien-West") einrichte, so wurde auch ein Investor bereits abgelehnt, der sich auch an den Baukosten einer P&R-Anlage und bei der Errichtung eines Cable-Liner zur U4 nach Hütteldorf beteiligt hätte! "Die Stadt Wien vergibt hier eine einmalige Chance zu einem umfassenden Verkehrskonzept", kritisierte Gerstl.

Unterschiedliche Stadtplanungen an den Stadträndern Wiens

Die Ablehnung einer Park&Ride-Anlage durch die SPÖ ist unverständlich: Wer einmal auf der Autobahn fährt, bleibt dort bis zum ersten Stau, und sucht sich erfahrungsgemäß nicht bereits vorher einen Parkplatz, erklärte Bezirksvorsteher Gerstbach. Daher sei dort eine große Park&Ride-Anlage erforderlich wie auch ein Anschluss ans U-Bahn-Netz. Wer dies als Planer nicht versteht, ist ein Illusionist oder der politischen Linie der in Wien absolut regierenden SPÖ und ihres Verkehrsstadtrates hörig. Auch Gerstl stellt sich die Frage:
"Warum darf im Norden, Osten und Süden Wiens eine P&R-Anlage an der Stadtgrenze errichtet werden, aber nicht im Westen? Warum werden U-Bahnen im Norden, Osten und Süden Wiens verlängert, aber nicht im Westen? "Die Wiener Bürgerinnen und Bürger stellen sich die berechtigte Frage, warum die SP-Regierung nicht alle Bürgerinnen und Bürger in Wien gleich behandelt", kritisierte der Verkehrssprecher und forderte Antworten von den zuständigen Stadträten.

"Unter diesen Umständen halte ich die Mitarbeit Hietzings in der Arbeitsgruppe 'Verkehrskonzept Wienerwald-West' für sinnlos, da unter diesen Voraussetzungen kein Vorteil für den 13. Bezirk erkennbar ist", erklärte der Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach abschließend.(Schluss)

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