Grüne NÖ zum Tod einer Hundezüchterin in Pommersdorf: Petrovic "zutiefst erschüttert"

Helga Krismer: "Unbegreiflich, wie Behörden diesen Zuständen zusehen konnten."

St.Pölten (OTS) - Die Spitzenkandidatin der Grünen NÖ, Madeleine Petrovic, zeigt sich "zutiefst erschüttert" angesichts der Tragödie, die sich rund um eine 63-jährige Hundezüchterin in Pommersdorf (Bezirk Waidhofen/ Thaya) ereignet hat. Die schwerkranke Frau war am Sonntag von der Gendarmerie inmitten ihrer rund 70 völlig ausgehungerten Hunde geborgen worden und wenig später im Krankenhaus verstorben. Den Behörden und den anschließend gerufenen MitarbeiterInnen des Tierschutzvereins bot sich ein grauenhaftes Bild: Die völlig verwahrlosten Tiere hatten nicht nur untereinander Kannibalismus begangen, sondern auch die sterbenskranke Züchterin bereits an den Extremitäten schwer verletzt. Für Petrovic ist es "unbegreiflich, wie derartiges Mensch- und Tierleid in Niederösterreich so lange unbemerkt bleiben konnte." Die Grüne Spitzenkandidatin hat ihre Kollegin Helga Krismer, Nummer drei auf der Landesliste und selbst Tierärztin, gebeten, sich der Sache anzunehmen.

Krimser, die selbst vor Ort war: "Derat fürchterliche Zustände habe ich noch nie gesehen. Es ist mir unbegreiflich, wie das mitten in Niederösterreich in einer kleinen Gemeinde so lange unbemerkt bleiben konnten. Aufklärungswürdig ist auch die Rolle der Behörden:
Der Tierarzt, der die Züchterin vor vier Jahren überprüft hat und einen Bestand von 30 Hunden registriert hat, ordnete die Halbierung des Bestandes bzw. die Kastration der Tiere an. Seither haben die Behörden aber offensichtlich jegliche Kontrolle der damaligen Anweisungen verschlafen. Anders ist es nicht zu erklären, dass jetzt rund 70 Hunde gefunden wurden - bei einer Züchterin, die aufgrund ihrer Krankheit mit dieser Anzahl Hunde völlig überfordert sein musste." Die Grünen fordern von der Landesregierung die restlose Aufklärung der Tragödie.

"Große Hochachtung" spricht Krismer den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Tierschutzvereine Krems, Klosterneuburg und Wiener Neustadt aus, die mit diesem schwierigen Fall betraut sind und prompt und unbürokratisch halfen. Krismer verlangt, dass "die öffentliche Hand, die jahrelang untätig war, wenigstens jetzt Hand anlegt, um den Tieren das Überleben zu sichern. Dafür ist es nötig, dass die Tierschutzvereine finanzielle Soforthilfe erhalten. Das ist das Mindeste, das nach der Tragödie getan werden kann. Es bleibt aber für mich völlig unverständlich, dass die Gemeinde sichtlich zu wenig unternommen hat, um einer alleinstehenden, alten und kranken Frau zu helfen."

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