Einem: Gehrers Dementi ist klares Indiz für Erhöhung der Studiengebühren

Wien (SK) "Seit der Einführung der Studiengebühren im Jahr 2000 weiß man, dass ein Dementi der Bildungsministerin Gehrer das sicherste Indiz dafür ist, dass die Pläne der Regierung genau in diese Richtung gehen", kommentierte BSA-Präsident Caspar Einem heute die von der "Presse" kolportierte Einigung der schwarz-blauen Regierungsverhandler über die Freigabe der Höhe der Studiengebühren. "Und eine Freigabe kann denklogisch nur zu einer Erhöhung der Studiengebühren führen". Der von ÖVP und FPÖ beschrittene Weg führe direkt in ein Zwei-Klassen-Gesellschaft auch im universitären Bereich: "Einerseits Billig-Unis, die für weniger Geld weniger Qualität für die weniger Begüterten bieten, anderseits Elite-Unis für Reiche mit unleistbaren Studiengebühren". Einem besteht weiterhin auf die völlige Abschaffung der unsozialen Studiengebühren. ****

Unterstützung bekam Einem vom Vorsitzenden der Vereinigung Sozialistischer Universitäts- und Fachhochschullehrer Andreas Schwarcz: "Die Erhöhung der Studiengebühren - und nichts anderes heißt die Freigabe der Studiengebühren - bedeutet einen weiteren sozialen 'numerus clausus'". Gleichzeitig werde deutlich, dass die Bundesregierung mit ihrer Politik auf die Aushungerung der Universitäten abziele. In diese "Politik des wissenschaftlichen Rückschrittes", so Schwarcz, gliedere sich die schwarz-blaue Umfärbungspolitik bei den Universitätsräten nahtlos ein. "Aber niemand wundert es, dass dieser Bundesregierung wirtschaftsorientierte Burschenschaftler mehr am Herzen liegen als intelligente Frauen."

Ihre Fortsetzung finde diese Politik der Gleichschaltung bei den Plänen der Konzentration der Forschungsagenden im Bundeskanzleramtes:
"Damit soll die bisher autonome wissenschaftlichen Forschungsförderung direkt unter die Fuchtel des Bundeskanzlers persönlich genommen werden."

Insgesamt, so Schwarcz abschließend, werde deutlich, dass die Universitätsreform für diese Bundesregierung "nicht der Weg zur Weltspitze bedeutet, sondern den Weg in eine schwarz-blau gefärbte Provinz". (Schluss) ns/mp

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