Ackerl: Gratulation an Dinkhauser!

Pensionsreform nur im Gleichklang mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes=

Sozial-Landesrat Josef Ackerl (SP) begrüßt die Kritik des Tiroler AK-Präsidenten Fritz Dinkhauser an den ÖVP-Plänen die Frühpension bis 2009 abzuschaffen: "Damit bleibt er als einer der ganz wenigen in der Schüssel-ÖVP den christlich sozialen Grundsätzen treu." Sozial-Landesrat Josef Ackerl fordert anstatt des von Bundeskanzler Schüssel geplanten unsozialen "Einkommens- und Pensionsklaups" eine Koppelung der Pensionsreform an die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Diese Koppelung wird auch von Pensions-Experten wie Alois Guger und Wolfgang Mazal inhaltlich voll mitgetragen. "Erst wenn die Maßnahmen am Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmer/innen greifen, könne eine Reform ansetzen," so Ackerl.

"Ältere Arbeitnehmer/innen statt in die Pension schnurstracks in die Arbeitslosigkeit zu schicken, zeigt von einer unglaublichen sozialen Härte", so Ackerl. Erst wenn die noch zu planenden Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer/innen am Arbeitsmarkt zu greifen beginnen und die Betroffenen dann tatsächlich zwischen Pension und Arbeit wählen können, solle eine Reform Wirkung zeigen. Bereits im Jahr 1999 wechselten bundesweit 46 Prozent der angehenden Pensionist/innen direkt von Arbeitslosigkeit oder Krankenstand in die Pension. Die Arbeitslosigkeit der Männer über 60 ist zwischen Dezember 2000 und 2002 um 117 Prozent, die der Frauen zwischen 55 und 60 um 80 Prozent gestiegen. "Will Schüssel allen Ernstes diese negative Entwicklung noch fördern", fragt Sozial-Landesrat Josef Ackerl.

Zur Diskussion um die sogenannte "Hacklerregelung" (ÖVP-Diktion) steht für Sozial-Landesrat Josef Ackerl völlig außer Zweifel, dass diese nicht wie von der ÖVP vorgeschlagen bis 2005 oder (wie später gefordert) 2009 befristet werden darf. "Wer 45 (Männer) bzw. 40 (Frauen) Jahre gearbeitet hat, hat ein Recht darauf ohne wenn und aber in Pension zu gehen. Dies muss selbstverständlich auch noch 2010 gelten", fordert Sozial-Landesrat Ackerl.

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