Windholz gegen Diskriminierung von NÖ-Patienten in Wien Utl: Landeshauptmann Pröll soll sich um die Interessen der Bürger kümmern

St. Pölten. Heftige Kritik übt FP-Landesparteiobmann Ernest Windholz an der Eskalation des Streits über die Aufnahme von Patienten aus Niederösterreich in Wiener Spitälern. "Es ist ein Skandal, daß die Auseinandersetzung auf dem Rücken von kranken Menschen ausgetragen wird. Die Bewohner unseres Bundeslandes dürfen in Wien nicht als Menschen zweiter Klasse angesehen und von den dortigen Krankenhäusern abgewiesen werden."

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein neuer Fall bekannt wird, wo Wiener Spitäler Patienten aus Niederösterreich die Aufnahme verweigern. Die zuständigen niederösterreichischen Landespolitiker von ÖVP und SPÖ sehen dennoch keinen Grund, etwas gegen die Benachteiligung der Bürger zu unternehmen. Wie dramatisch die Situation bereits ist, zeigt die heutige Bericht einer Tageszeitung, der beweist, daß Patienten aus dem Weinviertel nicht in nahegelegene Wiener Krankenhäuser gebracht werden dürfen. Eine kranke Frau aus dem Marchfeld müßte deshalb ins weit entfernte Spital in Hainburg eingeliefert werden. Danach wurde sie ins Krankenhaus Eisenstadt (Burgenland) überstellt. Fazit: Die Angehörigen müssen bei Besuchen einen Weg von insgesamt 210 Kilometern in Kauf nehmen.

FP-Landeschef Ernest Windholz platzt angesichts des Skandals der Kragen. Er fordert deshalb die Landeshauptleute von Niederösterreich und Wien, Erwin Pröll und Michael Häupl, auf, das Problem mit den Fremdpatienten zu lösen. Windholz: "Die befreundeten Landeshauptleute sollten endlich die Interessen der Bürger vertreten. Das wäre wichtiger, als über ein schwarz-rote Koalition auf Bundesebene nachzudenken."

"Ich verstehe nicht, warum VP-Landeshauptmann Pröll nichts für die Bürger tut", sagt Windholz. Anstatt auf Kosten der Steuerzahler teure Reisen nach Tschechien und in die Slowakei zu unternehmen, sollte er lieber "nach Wien zu seinem Freund Bürgermeister Michael Häupl fahren, um für Ordnung zu sorgen".

Daß Akutfälle nun angeblich in Wiener Spitälern aufgenommen werden sollen, ist nur ein schwacher Trost. Denn für alle anderen Patienten aus Niederösterreich gilt in Wiener Krankenhäusern weiterhin eine Aufnahmesperre. Dabei erhält Wien für die Versorgung von Kranken aus anderen Bundesländern zusätzliche Steuermittel. Eine Bevorzugung der Bundeshauptstadt, die Pröll egal ist. Denn er hat wichtigeres zu tun. So tauft er am Faschingsdienstag im Wildgehege beim Schloß Niederweiden einen Elchbullen auf den Namen ErwinŠ

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