RASINGER: NEUES ARZNEIMITTELGESETZ BIETET BEVÖLKERUNG RISIKOVORSORGE GEGEN POCKEN

Im Krisenfall großflächige Versorgung mit neuem nebenwirkungsärmerem Pockenimpfstoff

Wien, 26. Februar 2003 (ÖVP-PK) Mit der heutigen Änderung des Arzneimittelgesetzes wird hinsichtlich des drohenden Konfliktes im Irak eine wesentliche Maßnahme zur Risikovorsorge in der Bevölkerung getroffen. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger bei der Debatte über die Änderung des Arzneimittelgesetzes im Plenum des Nationalrats. Konkret geht es dabei um die mögliche Verseuchung mit Pockenviren. Amerika hat 200 Millionen Impfdosen bei einer österreichischen Firma und Deutschland 100 Millionen gekauft. Österreich musste auch einen neuen Impfstoff kaufen, da der alte schwere Nebenwirkungen hat. Dieser ist bisher aber noch nicht zugelassen. ****

Pocken gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation seit 1977 offiziell gar nicht mehr. Virenstämme gibt es nur mehr in Amerika und Russland. Sollte es dem Irak gelungen sein, an Viren zu gelangen, würde dies eine Bedrohung darstellen, erläuterte Rasinger. Zwar sei das Risiko als gering einzuschätzen, "aber eben nicht null". Hauptsächlich wäre der Nahbereich von Flughäfen oder Bahnhöfen betroffen. Nach sieben bis zehn Tagen mit grippeähnlichen Symptomen würden die berühmten Pockenpusteln zutage treten und die Mortalität wäre mit 20 bis 50 Prozent sehr hoch. "Auf dieses Restrisiko eines Biowaffenattentats muss eine verantwortungsbewusste Gesundheitspolitk reagieren."

Man müsse Panik vermeiden, und auch nicht voreilig impfen. "Eine gute Gesundheitsverwaltung muss vorbereitet sein. Deshalb hat die österreichische Regierung schon im Dezember einen neuen, noch nicht zugelassenen Impfstoff gekauft." Mit dem neuen Gesetz könne man im Katastrophenfall rasch und adäquat mit einem neuen, nebenwirkungsärmeren Impfstoff einschreiten. Es sei dies ein klassischer Fall, wie man mit einem "Problemfall, der hoffentlich nicht eintritt, vernünftig umgeht", so Rasinger zu diesem Vier-Parteien-Antrag abschließend.
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