SPÖ-Wutzlhofer: Skandalöse Verschärfung der Studiengebühr durch ÖVP und FPÖ!

Durch Lizitationsmöglichkeit droht zusätzliche Bildungsbarriere für sozial Schwächere

Wien (SPW-K) Heftige Kritik an der heute, Mittwoch, bekannt gewordenen Übereinstimmung zwischen ÖVP und FPÖ hinsichtlich der Verschärfung der Studiengebühren übte der Wiener SPÖ-Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer. In einer Aussendung des Pressedienstes warf der Mandatar den beiden Parteien vor, mit der ins Auge gefassten neuen Regelung der Festsetzung der Höhe der Studiengebühren durch die einzelnen Universitäten selbst die Bildungsbarrieren vor allem für sozial schwächeren Bevölkerungsschichten sogar noch weiter zu erhöhen. "Mit diesem Vorhaben wird die Chancengleichheit im weiterführenden Bildungsbereich auf besonders verächtliche Weise endgültig zu Grabe getragen, der Staat verabschiedet sich von der grundlegend humanistischen Aufgabe, allen Bürgerinnen und Bürgern, egal ihrer finanziellen Möglichkeiten, die gleichen Bildungschancen einzuräumen", betonte Wutzlhofer. ****

Höhere Bildung drohe damit zum Geschäft zu werden, das Studium an bewusst geschaffenen, öffentlichen "Eliteuniverstäten" würde durch noch höhere Studiengebühren nur mehr finanziell gut situierten Bevölkerungskreisen möglich sein, formulierte Wutzlhofer seine Befürchtungen weiter. Bildung drohe zur Privatsache Wohlhabender zu werden. Je dicker die Geldbörse, desto besser die Ausbildungsmöglichkeiten", kritisierte Wutzlhofer.

Österreich weise - an der Bevölkerungszahl gemessen - im OECD-Vergleich ohnehin eine besonders niedrige Zahl an Studienabsolventen auf, die nun eingeräumte mögliche Verschärfung bei der Studiengebühr würde den Bemühungen, den Anteil der Studienabsolventen zu erhöhen, diametral zuwiderlaufen, führte Wutzlhofer weiter aus. "Um international wettbewerbsfähig zu bleiben braucht Österreich keine Bildungsbarrieren, sondern ein breitgefächertes, jedem, egal seiner ökonomischen Möglichkeiten, offenstehendes, bestmögliches Bildungsangebot. Mit ihrem Bildungs-Klassenkampf von oben haben sich ÖVP und FPÖ demaskiert und erneut bewiesen, dass ihnen die Anliegen der sozial schwächeren Bevölkerungsschichten völlig egal sind. Ihre Maßnahmen auch auf dem Bildungssektor sind keine Reform, sondern ein Rückschritt in die elitäre Ellbogen-Gesellschaft des 19. Jahrhunderts", schloss Wutzlhofer abschließend sein Resümee über die Bildungspolitik dieser beiden Parteien. (Schluss)

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