ÖGB-PensionistInnen: Wahlversprechen erfüllen statt neue Belastungen erfinden

Anpassungsformel muss Abgeltung der Teuerung garantieren

Wien (ÖGB). "Anstatt voller Eifer an einer neuen Krankenstrafgebühr zu basteln, sollen die beiden alten und voraussichtlich auch neuen Regierungsparteien lieber daran gehen, ihre Wahlversprechen umzusetzen", fordert der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz. Sämtliche Parteien hätten vor der Wahl versprochen, die Pensionsanpassungsformel abzuändern, um den PensionistInnen den Erhalt der Kaufkraft zu garantieren. Nun stünden statt der zugesagten Entlastung weitere Belastungen für die Älteren vor der Tür, fürchtet Schmölz.++++

Die Nettoanpassung, die in den vergangenen Jahren zu einem schleichenden Einkommensverlust der Älteren geführt habe, müsse schnellstens abgeschafft werden, fordern die ÖGB-PensionistInnen. "Wir brauchen eine Wertsicherungsklausel, die garantiert, dass bei der Pensionsanpassung alljährlich die Teuerungsrate abgegolten wird", erklärt Schmölz.

Strikt abgelehnt wird von den ÖGB-PensionistInnen die Einführung eines Selbstbehaltes beim Arztbesuch, wie ihn die ÖVP plant. "Zuerst wurde bei Ambulanzbesuchen zur Kasse gebeten, jetzt soll für Kranksein generell eine Strafgebühr anfallen. Wir Älteren wenden uns klar gegen diese Abkehr von der solidarischen Finanzierung des Gesundheitssystems", stellt der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen klar. (mfr)

ÖGB, 26. Februar 2003
Nr. 098

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