VSStÖ fordert Gehrers Rücktritt

Blau-Schwarz kontrollierte Unis dürfen Studiengebühren selbst festlegen

Wien (SK) Fassungslos zeigt sich der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) in einer ersten Reaktion auf die Pläne von ÖVP-FPÖ, die Höhe der Studiengebühren freizugeben. VSStÖ-Bundesvorsitzende Eva Schiessl am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Die Freigabe kann nur zu einer Erhöhung der Studiengebühren führen". Über kurz oder lang werde sich die Uni-Landschaft damit in zwei Sphären bewegen: "Billige Unis, die mindere Qualität für weniger Geld und die weniger Begüterten anbietet, und Elite-Unis mit unleistbaren Studiengebühren", erläuterte Schiessl. ****

Ein zweifellos taktisch hervorragender Zug sei es, den zuvor mit den blau-schwarz besetzten Uniräten pseudo-autonomen Unis dann den schwarzen Peter umzuhängen, weil sie aus budgetären Nöten heraus ihre Studiengebühren erhöhen müssen, um den Universitätsbetrieb aufrecht zu erhalten. Schiessl: "Wir erwarten uns auch eine Klarstellung der Rektorenkonferenz, ob sie bereit ist, wie beim UG 2002 gute Miene zu Gehrers unmoralischem Spiel zu machen".

Den Dementis von ÖVP-Vizechefin Gehrer glaubt der VSStÖ nicht:
"Gehrer hat schon anlässlich der Einführung der Studiengebühren unter Beweis gestellt, dass ihr Wort keinen Groschen wert ist. Ihr vertraut auf der Uni niemand mehr", so Schiessl. "Wenn Lügenministerin Gehrer weiß, was der Begriff 'politische Glaubwürdigkeit' bedeutet, bleibt ihr nur noch der Rücktritt", schließt Schiessl. (Schluss) up/mp

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