Niederwieser hält Gehrer für rücktrittsreif

Wien (SK) "Wenn diese Berichte stimmen, dann ist Ministerin Gehrer nicht mehr tragbar." Mit diesen knappen Worten kommentiert SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser die Berichte in der "Presse" vom 26. Feber, wonach die Höhe der Studiengebühren künftig der Gestaltung der einzelnen Universität überantwortet werden soll. ****

"Die Frau Ministerin hat mehrfach den Abgeordneten gegenüber versichert, dass sie die Höhe der Studiengebühren gesetzlich geregelt haben will. Jetzt liest sich das wieder ganz anders und wir werden sehr rasch eine Trennung in 'billige' und 'teure' Studien bekommen", so Niederwieser gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Bei der chronischen Unterfinanzierung der Universitäten und knappen Studienplätzen, z.B. in der Medizin, werde ein Studium nur mehr für Kinder aus begüterten Familien leistbar. "Talente aus einer Arbeiterfamilie bleiben auf der Strecke", sagte Niederwieser.

Nach "was nichts kostet ist nichts wert" komme nun das "Schuster bleib bei deinen Leisten." 1999 habe Ministerin Gehrer Studiengebühren überhaupt ausgeschlossen und wenige Monate später wurden sie unter ihrer Ministerschaft beschlossen. "Das hat ihre Glaubwürdigkeit erschüttert. Diese neuerliche Abkehr von einem gemachten Versprechen, halte ich für nicht mehr tolerierbar", so Niederwieser abschließend. (Schluss) se/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001